Von allen EU-Mitgliedern: Asselborn verlangt mehr Solidarität bei Aufnahme von Flüchtlingen

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Von allen EU-MitgliedernAsselborn verlangt mehr Solidarität bei Aufnahme von Flüchtlingen

Außenminister Jean Asselborn hat sich für mehr Solidarität und Verantwortung bei der Aufnahme von Asylsuchenden aus südlichen Ländern ausgesprochen.

 «Wenn wir das nicht hinbekommen, glaube ich, sind wir nicht glaubhaft in der Europäischen Union, weder nach außen noch nach innen», lautet das vernichtende Urteil von Außenminister Asselborn.

«Wenn wir das nicht hinbekommen, glaube ich, sind wir nicht glaubhaft in der Europäischen Union, weder nach außen noch nach innen», lautet das vernichtende Urteil von Außenminister Asselborn.

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Die EU-Innenminister finden sich heute in Luxemburg zusammen, um neuen Versuch unternehmen, die seit Jahren bestehende Blockade der Asyl- und Migrationsreform zu lösen. Vorab fand der luxemburgische Außenminister klare Worte.

Wenn man Millionen Menschen aus der Ukraine in die EU aufnehmen könne, müsse man auch einige Tausend aufnehmen können, die aus dem Süden kommen, die eine andere Sprache sprechen und eine andere Religion haben, sagte Asselborn am Freitag vor Beratungen mit seinen EU-Amtskollegen. «Wenn wir das nicht hinbekommen, glaube ich, sind wir nicht glaubhaft in der Europäischen Union, weder nach außen noch nach innen.»

Flüchtlinge sollten alle die selbe Hilfe erhalten

Asselborn sagte weiter, dass Menschen, die über das Mittelmeer nach Europa flüchteten, unter denselben Bedingungen litten, wie die Menschen in der Ukraine. «Ich hoffe aber, dass auch Länder aus dem Osten, die sehr geholfen haben bei den Ukrainern, dass sie auch wissen, dass sie einige Tausend aufnehmen könnten», sagte der dienstälteste Außenminister der Europäischen Union.

Er sei jedoch zuversichtlich, dass man noch vor dem Ende der französischen Ratspräsidentschaft, Ende Juni, zu einer Lösung kommen könnte. Die EU-Innenminister beraten in Luxemburg unter anderem einen neuen Solidaritäts-Mechanismus, mit dem Griechenland, Zypern, Italien, Malta und Spanien entlastet werden sollen. Andere Staaten sollen freiwillig Menschen, die dort etwa per Boot ankommen, aufnehmen können.

(DPA)

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