«Bring Me The Horizon» – Atelier macht Platz für den knallharten Frauenschwarm

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«Bring Me The Horizon»Atelier macht Platz für den knallharten Frauenschwarm

LUXEMBURG - Am Mittwochabend bespielt die britische Metalcore-Band «Bring Me The Horizon» das Atelier. Das ausverkaufte Konzert wird von den Fans sehnlichst erwartet.

Frontmann Oliver Sykes weiß, was zu tun ist.

Frontmann Oliver Sykes weiß, was zu tun ist.

DPA

Wenige Tage nach der Ankündigung waren alle Tickets weg. Die britische Band «Bring Me The Horizon» hat auch in Luxemburg eine riesige Fangemeinde. Während sogar mancher Kenner der Rockszene von den Metalcore-Musiker noch nie etwas gehört hat, feiern die eingefleischten Anhänger die Gruppe frenetisch. Der Grund dafür ist vor allem Frontmann Oliver Sykes.

Der 29-Jährige ist nicht nur der Kopf einer erfolgreichen Band, sondern tauchte 2008 sogar in der Peta-Liste der heißesten Vegetarier der Welt auf. Der Engländer ist fast am gesamten Körper tätowiert, besitzt eine eigenes Modelabel und hat ein mittelschweres Drogenproblem hinter sich – wie es sich eben für einen Rockstar gehört. Nun schickt er sich an, gemeinsam mit seinen vier Bandkollegen das Atelier zum Kochen zu bringen. Das Konzert steigt am Mittwoch ab 20.30 Uhr.

Welche Athmosphäre bei dem von vielen sehnlichst erwarteten Konzertabend herrscht, ist derweil noch völlig offen. Denn in ihrer mittlerweile zwölf Jahre alten Bandgeschichte haben «Bring Me The Horizon» eine Stiländerung durchgemacht. Vor allem alteingesessene Fans haben den Musikern die Wandlung sogar übel genommen, während umgekehrt viele neue Anhänger dazugekommen sind.

Aus dem harten und meist tonlosen Deathcore ist vor allem auf den beiden jüngsten Alben ein Mainstream-tauglicher Klang geworden, mit dem Sykes neben den wohlbekannten Shouts auch seine Gesangsstimme unter die Leute bringen kann. Großen Anteil daran hat auch Keyborder Jordan Fish, der seit seinem Bandeintritt 2013 die musikalische Linie deutlich verändert hat.

Doch auch wenn die Fans nicht genau wissen, was auf sie zukommt, können sie sich der Tugenden von «Bring Me The Horizon» sicher sein. Der harte Sound gepaart mit durchdachten gesellschaftskritischen Texten ist mehr als Gitarrenlärm. Dass am Mittwochabend im Atelier der Schweiß von der Decke tropft, wird kaum zu vermeiden sein.

(Jan Morawski/L'essentiel)

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