Staatsschulden – Athens Defizit fällt höher aus als geplant

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StaatsschuldenAthens Defizit fällt höher aus als geplant

Schlechte Nachrichten für Griechenland und den Euro-Raum: Das hochverschuldete Land wird im Jahr 2011 vermutlich statt 7,8 Prozent ein Staatsdefizit von 8,5 Prozent aufweisen.

Vor der griechischen Nationalbank weht neben der Nationalflagge auch die EU-Fahne. (Bild: Keystone)

Vor der griechischen Nationalbank weht neben der Nationalflagge auch die EU-Fahne. (Bild: Keystone)

Griechenland wird in diesem Jahr das von der EU, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) gesetzte Ziel nicht erreichen, sein Defizit als Anteil des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 7,6 Prozent zu drücken. Erwartet werden stattdessen 8,5 Prozent. Das gab das griechische Finanzministerium am Sonntagabend bekannt.

Die Wirtschaft werde 2011 um 5,5 Prozent schrumpfen. Auch 2012 werde es ein Defizit von 6,8 Prozent als Anteil der Wirtschaftsleistung geben, hieß es in einer schriftlichen Erklärung des Finanzministeriums.

Keine Neuverschuldung

Unterdessen verabschiedete der griechische Ministerrat den Haushalt für 2012, der erstmals keine Neuverschuldung vorsieht. Das Budget sieht Kürzungen und Mindereinnahmen von insgesamt 6,6 Milliarden Euro vor. Dies sei mit der «Troika» der Experten von der EU, der EZB und dem IWF vereinbart worden. Der Ministerrat tagte unter Vorsitz des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou. Unter anderem wurden auch die in Griechenland umstrittenen Entlassungen im staatlichen Sektor diskutiert. Konkret geht es um bis zu 30 000 Stellen.

L'essentiel Online/dpa

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