Zufallsopfer – Attentäter von Brüssel verübten «Test-Mord»

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ZufallsopferAttentäter von Brüssel verübten «Test-Mord»

Vor den Anschlägen am 22. März 2016 in Brüssel sollen die Brüder El Bakraoui einen «Test-Mord» begangen haben. Der Mord an einem Rentner blieb über längere Zeit ungeklärt.

Fast fünf Jahre nach den Terroranschlägen in Brüssel enthüllt die Tageszeitung De Morgen bisher unveröffentlichte Informationen. Vor den Anschlägen am 22. März 2016 sollen die Terroristen einen «Test-Mord» an einem willkürlichen Opfer begangen haben, um auszuprobieren, wie es ist, einen Menschen zu töten.

Ibrahim El Bakraoui, einer der Terroristen des Attentats, habe mit seinem Bruder im Dezember 2014 einen 76-jährigen Rentner auf offener Straße umgebracht, um zu «üben». Das schreibt die belgische Tageszeitung. Dem Bericht zufolge erhielten die Ermittler diese Informationen von einem überlebenden Terroristen. Dieser soll erklärt haben, dass Bakraoui und sein Bruder sich willkürlich eine Person auf der Straße ausgesucht hatten.

Das Opfer war gerade auf dem Weg zu einem Café, wo er sich ein Fußballspiel anschauen wollte, als die beiden ihn auf offener Straße ermordeten. Die Polizei suchte damals die Täter mit Hilfe der Öffentlichkeit in einem Zeugenaufruf.

Erst 2018 konnte der Mord aufgeklärt und mit den Attentaten in Verbindung gebracht werden. Die Witwe des Rentners sagte zudem, dass ihr Anwalt ihr vor einem Jahr erzählt habe, dass die Polizei die Täter als die El Bakraoui-Brüder identifiziert habe.

Am Flughafen Zaventem hatten sich am 22. März laut Ermittlungsergebnissen Najim Laachraoui und Ibrahim El Bakraoui in die Luft gesprengt. Bei den Anschlägen am Airport und in der Brüsseler Metro wurden 32 Menschen getötet.

(L'essentiel/Lea Gnos)

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