Lydie Polfer: «Aufnahme der Ukrainer verläuft in der Hauptstadt gut»

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Lydie Polfer«Aufnahme der Ukrainer verläuft in der Hauptstadt gut»

LUXEMBURG – Die Bürgermeisterin der Hauptstadt hat am Mittwoch Bilanz über die Aufnahme von ukrainischen Flüchtlingen, insbesondere in den Schulen, gezogen.

von
Joseph Gaulier
Lydie Polfer, Bürgermeisterin von Luxemburg-Stadt.

Lydie Polfer, Bürgermeisterin von Luxemburg-Stadt.

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«Wir tun alles, um die ukrainischen Flüchtlinge, die vor dem Krieg fliehen, so gut wie möglich aufzunehmen», sagte Lydie Polfer (DP) am Mittwoch beim City Breakfast. Die Bürgermeisterin der Hauptstadt ist der Ansicht, dass ihre Aufnahme trotz des Zeitdrucks, unter der sie organisiert wurde, im Moment gut verlaufe. Derzeit seien 423 Personen aus der Ukraine ordnungsgemäß als Einwohner in Luxemburg-Stadt registriert, auch wenn in Wirklichkeit mehr Personen anwesend sind. Auf nationaler Ebene sind seit Beginn des Konflikts 4500 Ukrainer angekommen, von denen 1500 in speziellen Einrichtungen untergebracht sind.

«Die Hauptstadt hat momentan nur zwölf ukrainische Schüler in ihren Schulen», teilte die Bürgermeisterin mit. Acht befinden sich in der Vorschule, die anderen vier in den nachfolgenden Zyklen. «Dazu kommen aber noch die Kinder, die in internationalen Schulen unterrichtet werden, die nicht von uns abhängen», erklärte Polfer. Ähnlich wie im Corona-Lockdown wolle man auch auf Online-Unterricht, der von der ukrainischen Regierung angeboten werden sollen, setzen.

Die Tatsache, dass einige Schüler aus dem Kriegsgebiet keine der Landessprachen sprechen, würde keine größeren Probleme bereiten. «Unsere Lehrer sind daran gewöhnt und leisten diesbezüglich großartige Arbeit», stellte die Bürgermeisterin fest. Sie seien gut auf Schüler vorbereitet, die kein Luxemburgisch sprechen, schließlich lebe man in einer Stadt, in der 70 Prozent der Bevölkerung nicht die luxemburgische Staatsangehörigkeit besitzt. Es werde auch mit Hochdruck daran gearbeitet, den ukrainischen Flüchtlingen das Sportangebot näher zu bringen.

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