Flutkatastrophe in Ahrweiler – Aufräumarbeiten in Flutgebiet dauern weiter an

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Flutkatastrophe in AhrweilerAufräumarbeiten in Flutgebiet dauern weiter an

AHRWEILER – Die Aufräumarbeiten gehen auch rund dreieinhalb Wochen nach der Flutkatastrophe weiter. 16 Personen werden immer noch vermisst.

Eine durch die Hochwasserkatastrophe zerstörte Straße wird im Flutgebiet neuasphaltiert.

Eine durch die Hochwasserkatastrophe zerstörte Straße wird im Flutgebiet neuasphaltiert.

DPA/Thomas Frey

Rund dreieinhalb Wochen nach der Flutkatastrophe gehen die Aufräumarbeiten unvermindert weiter. Die Wiederherstellung der Stromversorgung dauere an, teilte das Pressezentrum Hochwasser Ahr am Sonntag mit. In der Verbandsgemeinde Altenahr sei sie zu mehr als 90 Prozent wiederhergestellt oder es gebe Notstrom, viele Hausanschlüsse funktionierten allerdings noch nicht. Ein Trafobrand am Samstagabend sorgte bis in die Nacht für einen Stromausfall.

In der Verbandsgemeinde Adenau, in Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie in Sinzig sei die Stromversorgung fast vollständig wiederhergestellt. Auch an beschädigten Straßen und Wegen werde weiter gearbeitet. Mehr als 3200 Helferinnen und Helfer von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, THW, Polizei und Bundeswehr sowie zahlreiche Freiwillige seien im Einsatz.

16 Personen werden immer noch vermisst

Am Samstag hatte der besonders betroffene Kreis Ahrweiler eine geschätzte Schadensumme genannt. Demnach hat das Hochwasser Mitte Juli allein dort an kommunalen Einrichtungen einen Schaden von mehr als 3,7 Milliarden Euro angerichtet. Am Dienstag wird sich die Ministerpräsidentenkonferenz mit der Wiederaufbauhilfe für die betroffenen Regionen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen beschäftigen.

Am 14. und 15. Juli hatte extremer Starkregen an der Ahr eine Flutwelle ausgelöst und weite Teile des Tals unter Wasser gesetzt und zerstört. Rund 42.000 Menschen sind von den Folgen betroffen. Die Zahl der Todesopfer durch das Hochwasser liegt im Land weiter bei 142, 141 davon starben im Ahrtal. Weit über 700 Menschen wurden verletzt, 16 Personen werden immer noch vermisst.

(L'essentiel/DPA)

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