Konkurs in Luxemburg – Auftrag in Gefängnis hätte Sermelux gerettet

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Konkurs in LuxemburgAuftrag in Gefängnis hätte Sermelux gerettet

KEHLEN – Der Fortbestand der Firma Sermelux wurde offenbar durch eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts verhindert.

Ursprünglich sollte Sermelux den Zuschlag für einen Großauftrag bekommen. Dieser hätte das Unternehmen womöglich vor dem Konkurs gerettet.

Ursprünglich sollte Sermelux den Zuschlag für einen Großauftrag bekommen. Dieser hätte das Unternehmen womöglich vor dem Konkurs gerettet.

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Vor einigen Monaten hat das Unternehmen Sermelux den Auftrag für die Verkleidung der Fassaden und andere Arbeiten im neuen Gefängnis in Sassenheim beantragt. Das Volumen des Auftrags: 14,5 Millionen Euro.

Das Ministerium für Infrastruktur und nachhaltige Entwicklung beschloss am 18. September, dass Sermelux nach der öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag für diesen Auftrag erhält. «Drei Wochen später, am 6. Oktober, wurde das Unternehmen darüber informiert», sagt Marc Theisen, Rechtsanwalt von Sermelux.

Investor zieht sich früh zurück

Zu dieser Zeit steckte das Unternehmen in Verhandlungen mit einem potenziellen Käufer, einer großen luxemburgischen Immobiliengesellschaft. «Dieser Investor hatte die Zusage für Großauftrag zu einer Grundvoraussetzung für die Übernahme gemacht», sagt Theisen. Allerdings habe ein Konkurrent des Kehlener Unternehmens beim Präsidenten des Verwaltungsgerichts Beschwerde gegen den Zuschlag erhoben.

Der vorsitzende Richter hatte dann zwei Möglichkeiten: Entweder er erklärt die Beschwerde für unzulässig, oder er gibt ihr statt. «Am 7. November hat sich Gericht für die zweite Option entschieden, obwohl es dafür vier Monate Zeit hatte. Der potenzielle Investor hat sich in der Folge zurückgezogen. Damit war das Schicksal des Unternehmens besiegelt. Der Richter hat die Situation bei Sermelux ignoriert», bedauert der Anwalt.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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