Myanmar: Aung San Suu Kyi wegen Korruption zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt
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MyanmarAung San Suu Kyi wegen Korruption zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt

Die frühere Regierungschefin von Myanmar, Aung San Suu Kyi (76), ist von einem Gericht wegen Korruptionsvorwürfen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. 

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Aung San Suu Kyi vor ihrer Entmachtung im Jahr 2021. Seit da wurde sie nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen.

Aung San Suu Kyi vor ihrer Entmachtung im Jahr 2021. Seit da wurde sie nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen.

AFP
General Min Aung Hlaing ist der starke Mann von Myanmars Militärjunta.

General Min Aung Hlaing ist der starke Mann von Myanmars Militärjunta.

REUTERS
Nach der Absetzung von Suu Kyi als Regierungschefin brachen in Myanmar Proteste aus.

Nach der Absetzung von Suu Kyi als Regierungschefin brachen in Myanmar Proteste aus.

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Ein von der Militärjunta in Myanmar kontrolliertes Gericht hat die entmachtete Ex-Regierungschefin Aung San Suu Kyi zu fünf Jahren Haft wegen Korruption verurteilt. Dies sagten mit dem Prozess vertraute Quellen, die anonym bleiben wollten, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die 76-jährige Friedensnobelpreisträgerin sieht sich mit fast einem Dutzend Korruptionsklagen konfrontiert. Dies war das erste Urteil. Für jeden Anklagepunkt drohen der Politikerin bis zu 15 Jahre Gefängnis.

Die eigentlich für Dienstag geplante Urteilsverkündung war zuvor ohne Nennung von Gründen um einen Tag verschoben worden. Suu Kyi hatte den Vorwurf zurückgewiesen, Gold und 600.000 US-Dollar Bestechungsgeld von einem Politiker angenommen zu haben. Das Verfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, Suu Kyis Anwälte dürfen nicht mit Medien sprechen. Suu Kyi wird an einem unbekannten Ort in Naypyitaw festgehalten, zuletzt wurde sie in einem anderen Verfahren wegen geringfügiger Vorwürfe zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. 

Militärputsch im Februar 2021

Menschenrechtler sprechen von einem Schauprozess gegen Suu Kyi. Vermutet wird, dass die Junta die Politikerin, die früher schon viele Jahre unter Hausarrest stand, auf Dauer zum Schweigen bringen will. Vor einigen Monaten war sie bereits in anderen Fällen zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Allerdings ist unklar, ob sie tatsächlich eine Haftstrafe antreten muss oder im Hausarrest bleiben wird.

Das Militär hatte im Februar vergangenen Jahres geputscht. Die Generäle begründeten den Umsturz mit angeblichem Betrug bei der Wahl im November 2020, die Suu Kyi klar gewonnen hatte. Beweise legten sie keine vor. Auf den Sturz der gewählten Regierung von Suu Kyi folgten Proteste gegen das Militär. Nach deren blutiger Niederschlagung bekam ein bewaffneter Widerstand Zulauf. 

(L´essentiel/DPA/trx)

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