Doping-Skandal – Ausschluss für Russlands Sportler?
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Doping-SkandalAusschluss für Russlands Sportler?

Kein grundsätzlicher Olympia-Bann, aber dennoch harte Sanktionen gegen die Sport-Großmacht. Das fordert eine Prüfkommission.

Forderung der Prüfkommission: Die Kombination Olympia und Flagge Russlands soll es nicht mehr geben.

Forderung der Prüfkommission: Die Kombination Olympia und Flagge Russlands soll es nicht mehr geben.

David J. Phillip

Die unabhängige Prüfkommission (CRC) empfahl am Montag der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada, dass die russische Anti-Doping-Agentur Rusada erneut gesperrt und Russlands Athleten bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio das Startrecht unter der Nationalflagge verwehrt werden. Die Exekutive wird auf ihrer Sitzung am 9. Dezember in Paris über Sanktionen gegen Russland entscheiden.

Die Kommission schlug zudem einen Vier-Jahres-Bann Russlands als Gastgeber großer internationaler Sportveranstaltungen vor. Außerdem dürfe die russische Flagge bei internationalen Events in den kommenden vier Jahren nicht gehisst werden. Russland ist mit St. Petersburg einer der Spielorte der multinationalen Fußball-EM 2020. Bis zum Jahr 2032 soll sich das russische NOK nicht um Olympische oder Paralympische Spiele bewerben dürfen.

Bereits einmal gesperrt

Falls die Wada den Empfehlungen der Prüfkommission folgt und die entsprechenden Sanktionen verhängt, habe die Rusada 21 Tage Zeit, die Mitteilung zu akzeptieren. Ansonsten werde der Fall dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne übergeben, teilte die CRC in ihrer Erklärung mit.

Die Rusada war als Folge des Skandals um Staatsdoping von der Wada gesperrt worden. Im September 2018 wurde der Bann unter anderem mit der Auflage aufgehoben, die Moskauer Doping-Daten aus den Jahren 2012 bis 2015 sowie gelagerte Proben an die Wada zu übergeben. Anfang des Jahres war dies geschehen. Inzwischen ist erwiesen, dass die Daten mannigfaltig manipuliert oder beseitigt wurden.

(L'essentiel/dpa)

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