Verhandlungsblockade – Ausstehender Juni-Bonus verärgert Banker
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VerhandlungsblockadeAusstehender Juni-Bonus verärgert Banker

LUXEMBURG – Die Bankangestellten klagen darüber, dass ihnen die für Juni erwartete Konjunkturprämie nicht ausgezahlt wurde.

Auch auf dem Kirchberg wird protestiert.

Auch auf dem Kirchberg wird protestiert.

dpa

In den Luxemburger Banken macht sich Unzufriedenheit breit. Vor einigen Geldhäusern wurden bereits Tafeln mit Protestparolen aufgestellt – zum Beispiel am Mittwoch vor JP Morgan Luxembourg oder bei BGL BNP Paribas auf dem Kirchberg am Donnerstag.

Es geht um die sogenannte Konjunkturprämie, die den Bankern normalerweise im Juni ausgezahlt wird. Die Bankenvereinigung ABBL hat ihren Mitgliedern in diesem Jahr aber empfohlen, die Prämie nicht zu überweisen.
Eine Position, die auf den Verhandlungen über die Erneuerung des Kollektivvertrags im Bankensektor hervorgeht. Diskussionen zwischen ABBL und den drei Gewerkschaften OGBL, LCGB und Aleba laufen seit Ende des vergangenen Jahres. Im Raum steht die Verlängerung des alten Vertrags aus den Jahren 2014 bis 2016.

Blockade in den Verhandlungen

Aber über einen Punkt stolpern die Verhandlungen. Die ABBL hat vorgeschlagen, die Prämie im Juni einzusparen, die Gehälter um ein Prozent zu erhöhen – aufgeteilt in eine «partie mérite» von 0,45 Prozent und ein Weiterbildungsgeld von 0,55 Prozent. Die Gewerkschaften forderten eine lineare Erhöhung der Gehälter um ein Prozent.

Diese Blockade hat die ABBL dazu verleitet, die Nicht-Auszahlung der Prämien für Juni zu empfehlen. Aber es soll Fortschritte geben. Die Diskussionen der Parteien werden am Freitag wieder aufgenommen.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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