Société Electrique de l’Our – Austretendes Gas schuld an Explosionen?

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Société Electrique de l’OurAustretendes Gas schuld an Explosionen?

VIANDEN - Nach dem Vorfall in einem SEO-Stollen am Samstagmittag ermittelt nun die Polizei über die Gründe der Explosionen. Nach ersten Ergebnissen soll austretendes Gas dafür verantwortlich sein.

Zwei Explosionen ereigneten sich am Samstagmittag in einem Stollen der Société Electrique de l’Our in Vianden. Verletzt wurde niemand. (Bild: Polizei)

Zwei Explosionen ereigneten sich am Samstagmittag in einem Stollen der Société Electrique de l’Our in Vianden. Verletzt wurde niemand. (Bild: Polizei)

«Die zwei Explosionen sind für die 'Société Electrique de l’Our (SEO)' ein bedauerlicher Vorfall, der laut ersten Ermittlungen auf austretendes Gas zurückzuführen ist», teilte SEO am Sonntagnachmittag mit. Am Samstag war es zu zwei Explosionen im Stollen der SEO in Vianden gekommen. Bis 2013 soll dort ein neues Pumpspeicherkraftwerk gebaut werden, dass 200 Megawatt zusätzlicher Energie produzieren wird.

Nach ersten Informationen wurden drei Glasflaschen eines auf der Baustelle tätigen Zulieferers für kurze Zeit unbeaufsichtigt in einem Materialcontainer im Stollen abgestellt worden. Ausströmendes Gas soll die zwei Explosionen ausgelöst haben.

Alle auf der Baustelle anwesenden Bauarbeiter konnten sich in Sicherheit bringen. Die Evakuierung verlief nach Angaben der SEO reibungslos. SEO-Präsident Etienne Schneider unterstrich, dass die Sicherheit im gesamten Unternehmen und insbesondere an der Baustelle oberste Priorität genieße. «Umso bedauerlicher sei es deshalb, dass trotz allen getroffenen Vorkehrungen ein Materialfehler oder ein eventuelles Fehlverhalten zu der Explosion führen konnte», hieß es in der Pressemitteilung weiter.

SEO und ITM analysieren den Vorfall

Am Sonntagmorgen trafen sich die Verantwortlichen des Viandener Kraftwerkes und die Zulieferfirmen mit den zuständigen Beamten der «Inspection du Travail et des Mines» (ITM) und der Polizei, um den Vorfall vom Samstag und die daraus abzuleitenden Maßnahmen im Detail zu analysieren. Die Gewerbeinspektion und Polizei hoben dabei das schnelle Eingreifen der Feuerwehr und die gute Organisation aller Rettungsmaßnahmen hervor. Ein Spezialist wird die Glasflaschen genauer untersuchen, um den Ursprung des Gasaustrittes zu klären.

Dabei würden die beiden Explosionen vorerst keine Auswirkungen auf die Arbeit im Viandener Stollen haben, so die SEO weiter. Etienne Schneider: «Die Baustelle wird am Montag weiter funktionieren und es wird keine Verzögerung beim Projekt geben».

(L'essentiel online)

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