Jobwechsel – Axel Weber verlässt Bundesbank

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JobwechselAxel Weber verlässt Bundesbank

Der deutsche Bundesbank-Präsident Axel Weber geht und scheidet als Kandidat für den EZB-Chefsessel vermutlich aus. Der Luxemburger Yves Mersch dürfte sich nun bessere Chancen ausrechnen.

Die Tage von Axel Weber an der Bundesbank-Spitze sind gezählt. Eine weitere Amtszeit als Chef der Notenbank hat der 53-Jährige definitiv ausgeschlossen. Wie am Mittwoch aus seinem direkten Umfeld verlautete, sieht Weber seine Aufgabe als weitgehend erfüllt an.

Die unmittelbare Finanz- und Wirtschaftskrise sei bewältigt und die mittlerweile eingesetzte Beruhigung der europäischen Finanzmärkte dürfte sich fortsetzen. Damit nahe nun der geeignete Zeitpunkt, die Bundesbank auch personell für das neue Jahrzehnt aufzustellen. Nach Informationen der «Bild»-Zeitung (Donnerstag) will Weber sein Amt schon im Sommer niederlegen. Am Mittwoch verdichteten sich Spekulationen über einen Wechsel des 53-Jährigen zur Deutschen Bank, deren Chefsessel spätestens im Mai 2013 frei wird.

Laut Beobachtern scheidet Weber nun aus dem Rennen um die Präsidentschaft der Europäischen Zentralbank aus. Er galt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten. Ein Nachfolger von EZB-Präsident Trichet soll am 1. November sein Amt antreten. Zum Kandidatenkreis gehört auch Yves Mersch, EZB-Ratsmitglied und Vorsitzender der luxemburgischen Zentralbank (BCL).

L'essentiel Online/dpa

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