Seltene Fehlbildung – Baby Eli kam ohne Nase zur Welt

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Seltene FehlbildungBaby Eli kam ohne Nase zur Welt

Im US-Bundesstaat Alabama wurde vergangenen Monat ein Kind mit einer sehr seltenen Fehlbildung im Gesicht geboren. Baby Eli hat keine Nase.

Der kleine Timothy Eli Thomson erblickte am 4. März 2015 in Foley, Alabama, das Licht der Welt. Als das Baby an die Brust von seiner Mutter Brandi McGlathery gelegt wurde, bemerkte sie als Erstes, dass der Junge speziell aussah. «Er hat keine Nase», sagte die 23-Jährige laut der US-Newssite Today zu den Ärzten. Die Mediziner betrachteten das Baby und verschwanden sofort mit dem Neugeborenen. Zudem kam der Kleine schon in der 37. Woche zur Welt. In der 23-jährigen Mutter stieg Panik auf: «Ich wusste nicht, was vor sich ging, und stellte mir die Frage, wie er ohne Nase atmen soll.»

Als die Ärzte zurückkamen, wusste Brandi McGlathery, dass sie schlechte Nachrichten überbringen würden: Eli hat keine Nasengänge, keine Nasenhöhlen und kann nicht selbstständig atmen. Die Fehlbildung des Jungen ist äußerst selten: Nach einem medizinischen Forschungsbericht gibt es weltweit nur 41 bekannte Fälle von Arhinia. Die Ursache ist noch nicht bekannt.

Fast einen Monat nach der Geburt nach Hause

Von Beginn an hatte Eli nur eine Möglichkeit zu atmen: durch den Mund. Jedoch hatte er deshalb große Schwierigkeiten mit der Nahrungsaufnahme. Nur ein Luftröhren-Schnitt brachte dem Baby Erleichterung. Um sicherzugehen, dass Eli sonst nichts fehlt, untersuchten die Ärzte den Kleinen ausführlich. Die Tests zeigten, dass auch der Gaumen und die Hirnanhangdrüse unterentwickelt sind, trotzdem durfte Eli nach fast vier Wochen nach Hause.

«Es geht ihm gut», so die Mutter, «er ist wie jedes andere Baby, nur hat er keine Nase.» Doch die Pflege von Eli ist aufwändiger: Der künstliche Luftzugang muss regelmäßig gereinigt werden, zudem trägt er einen Herzmonitor. Auch die Zukunft von Eli ist ungewiss. Die Mediziner suchen noch nach einer Möglichkeit, eine funktionelle Nase zu modellieren. In seiner Pubertät wird er wohl Hormonspritzen benötigen.

Auf ihrer Facebook-Seite informiert die Familie regelmäßig über den Zustand ihres Sohnes. Etwa, dass es zwar möglich sein wird, eine Nase für Eli zu modellieren. Noch ist aber unklar, ob diese funktionsfähig sein wird.(L'essentiel/ale)

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