Skandal in Berlin – Babyleiche verschwunden - Arzt verprügelt
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Skandal in BerlinBabyleiche verschwunden - Arzt verprügelt

Unglaubliche Zustände im Berliner Charité-Krankenhaus: Die Staatsanwaltschaft sucht eine Babyleiche, die das Krankenhaus längst bestattet hat. Und ein Chefarzt wird brutal verprügelt.

Dunkle Tage am Berliner Krankenhaus Charité.

Dunkle Tage am Berliner Krankenhaus Charité.

Verwirrung pur an der Berliner Charité: Als die Berliner Staatsanwaltschaft die Leiche des am 5. Oktober verstorbenen Frühchens obduzieren wollte, fehlte von dieser jede Spur. «Die Leiche ist nicht da», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Man ermittle auf Hochtouren.

Kurze Zeit später erfolgte die Entwarnung aus der Charité: Das tote Kind sei vermutlich bereits beerdigt worden, teilte das Krankenhaus mit. Das Klinikum habe die Berliner Staatsanwaltschaft am Dienstag über die Identität des Säuglings und den Wohnort der Eltern informiert. Da das Kind im Deutschen Herzzentrum Berlin verstorben sei, habe die Charité keine Kenntnisse von den näheren Umständen nach dem Tod des Kindes. «Nach unserem vorläufigen Kenntnisstand wurde das Kind beigesetzt.»

Eine Sprecherin des Herzzentrums bestätigte schließlich: «Der Weg des Leichnams des Kindes ist nachvollziehbar.» Weitere Details wollte sie mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht bekanntgeben. Die Frage bleibt, wieso die Staatsanwaltschaft von der Bestattung nichts erfuhr.

Gynäkologe mit Holzlatten verprügelt

Doch damit nicht genug: Während die Behörden der verschwundenen Babyleiche hinterher jagten, übten Unbekannte offenbar Selbstjustiz. Am Dienstag ist der Chef der Gynäkologie laut «Spiegel Online» in seinem Büro brutal überfallen worden. Zwei Männer drangen am Nachmittag ins Büro des Arztes ein, traten ihn und droschen mit Holzlatten auf ihn ein. Beim brutalen Angriff brachen ihm die Schläger eine Rippe und fügten ihm diverse Prellungen sowie Schürfwunden zu. Der Grund: Die Täter warfen dem Gynäkologen vor, eine Patientin falsch behandelt zu haben.

Ob der Überfall in Zusammenhang mit den Vorkommnissen auf der Frühgeborenenstation steht, ist nicht bekannt, die Täter sind flüchtig.

(L'essentiel Online/jbu)

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