Zukunft erraten – «Back to the Future 2» lag goldrichtig
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Zukunft erraten«Back to the Future 2» lag goldrichtig

In einem neuen Buch erklären die Macher von «Back to the Future 2», wie sie sich die Zukunft vorgestellt haben – und zufällig recht hatten.

Ist heute endlich der Tag, an dem Marty McFly ankommt, wenn er zurück in die Zukunft reist? Nein, ist es nicht. Wie viele Tage, Stunden, Minuten und Sekunden es aber noch bis zum 21. Oktober 2015 dauert, zeigt die Website Istodaythedaymartymcflyarriveswhenhetravelstothefuture.com. Was die Macher von «Back to the Future 2» aber heute schon tun können, ist sich mächtig auf die Schulter zu klopfen. Sie haben sich die Zukunft ausgemalt – und lagen damit zum Teil goldrichtig. Beispiele gefällig? Bitteschön.

Zahlen per Fingerabdruck
Old Biff zahlt in «Back to the Future 2» sein Taxi mit dem Daumen. Gut, das geht 2015 immer noch nicht ganz so, es wird aber fleißig daran gearbeitet, den Daumen als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Was wir in der heutigen Zeit aber schon können: Unsere Haustür mit Fingerdruck öffnen. Dafür braucht es nur spezielle Sicherheitsgeräte, die im Haus angebracht werden. Bob Gale und Robert Zemeckis, die Produzenten des Films, waren sich allerdings einer Gefahr bewusst, wie sie in dem bald erscheinenden Buch «We Don't Need Roads» beschreiben: «Leute werden Finger abschneiden und damit zum Bankomat rennen und euer Geld abheben.»

Hologramm-Konzerte
Im ersten Entwurf des Drehbuchs findet man eine Szene, in der Marty McFly über ein Konzert von Huey Lewis and the News stolpert. Verwirrt von der Langlebigkeit der Achtzigerjahre-Band, stellt er bald fest, dass die Jugendlichkeit nur mittels Hologram erzielt werden kann. Hologramm-Konzerte sind derweil schon seit 2012 keine Zukunftsmusik mehr, seit Tupac Shakur und Michael Jackson von den Toten auferstehen und vor einem Millionenpublikum «performen» können.

High-Heel-Sneaker
Die Kostümbildnerin Joanna Johnston war sich gewöhnt, mit englischen Regisseuren zu arbeiten, die adrett gekleidet am Set erschienen. Für ihre Arbeit bei «Back to the Future 2» allerdings, wurde sie vom saloppen Kleidungsstil der Beteiligten überrascht: Alle kamen in Turnschuhen. Durch die Zusammenarbeit mit Nike, musste natürlich auch Marty McFly in schicke Sneakers gesteckt werden. Doch wie macht man die futuristisch? Produzent Zemeckis hatte da eine Idee. Er glaubte daran, dass Sneaker nie aus der Mode kommen und sogar mit der Zeit femininer werden. Er prophezeite sogar den High-Heel-Sneaker und gab Johnston so die notwendige Inspiration, um gemeinsam mit Nike den Sneaker zu kreieren, der seine Schuhbändel selbst bindet.

(L'essentiel/ink)

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