Medien in Luxemburg – Bald neuer Radiosender im Großherzogtum?

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Medien in LuxemburgBald neuer Radiosender im Großherzogtum?

LUXEMBURG - Die Frequenzen von Radio DNR sollen neu vergeben werden. Interessenten gibt es viele, aber mit den Frequenzen sind auch Auflagen verbunden.

Die Frequenz von DNR soll sehr bald ausgeschrieben werden - das teilte Medienminister Xavier Bettel am Mittwoch mit. Foto: Editpress

Die Frequenz von DNR soll sehr bald ausgeschrieben werden - das teilte Medienminister Xavier Bettel am Mittwoch mit. Foto: Editpress

Seit dem 31. März gibt es in der luxemburgischen Radiolandschaft einen Sender weniger: Nach 22 Jahren stellte das Radio DNR den Betrieb ein. Seine Frequenz ist noch immer begehrt. Nach dem gescheiterten Start von RTL2, französisches Radioprojekt aus einer Allianz zwischen RTL Lëtzebuerg und St. Paul Gruppe, weckt die regionale oder nationale Nutzung der Frequenzen Interesse.

In seiner parlamentarischen Antwort vom Mittwoch hat Medienminister Xavier Bettel (DP) angekündigt, dass die Frequenz 107,7 - eine Frequenz «für Radiosender mit hoher Leistung» - sehr bald Gegenstand einer Ausschreibung sein wird. Diese Frequenz ist aber mit präzisen Vorgaben und von der Regierung gesetzten Kriterien verbunden. Die Ausschreibung wird voraussichtlich großes Interesse wecken, weil diese Frequenz das gesamte Sendegebiet im Großherzogtum abdeckt.

Viele Kandiaten haben Interesse

Es existieren derzeit nur drei Frequenzen dieser Art in Luxemburg: DNR, RTL Lëtzebuerg und 100.7. Obwohl bereits mehrere Kandidaten Interesse bekundet haben, wurde noch keine Angaben über die Art des Programms oder der Sprache vorgestellt. Auch der Start des Sendebetriebs ist nicht geklärt.

Was die regionale Frequenz des DNR angeht, sind die Dinge sind derzeit auch noch in der Schwebe. Die Frequenz untersteht der direkten Verantwortung der Unabhängigen Luxemburgischen Audiovisuellen Behörde (Alia). Laut Alia-Direktor Romain Kohn gibt es für diese Frequenz noch keine Entscheidung. «Wir arbeiten immer noch zu diesem Thema», teilte Romain auf Anfrage von L'essentiel mit.

(Jmh/L'essentiel)

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