Verlobungsfotos – Bankerin posiert halbnackt – entlassen

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VerlobungsfotosBankerin posiert halbnackt – entlassen

Stephanie und Arryn aus Texas stellten intime Verlobungsfotos auf Facebook. Das kostete die schwangere Frau jetzt den Job.

Stephanie aus Overton im US-Staat Texas und ihr Freund Arryn posierten für sinnliche Fotos an einem See, um ihre Verlobung zu feiern. Die Aufnahmen wurden Stephanie jetzt zum Verhängnis: Ihr Arbeitgeber entließ die junge Frau fristlos – obwohl sie im fünften Monaten schwanger ist.

Auf den Bildern der Fotografin Bria Terry von der Fotoagentur Wolf & Rose Photography zeigt das Paar viel nackte Haut. «Ich habe mir in dem Moment über mein Aussehen überhaupt keine Gedanken gemacht, denn ich sah Arryn in die Augen und fühlte mich selbstsicher», sagte Stephanie zu «Buzzfeed». Sie habe ihr Leben lang mit ihrem Gewicht gekämpft, sagt die junge Frau zur «Huffington Post», doch bei diesen Aufnahmen habe sie sich «wirklich so attraktiv gefühlt wie nie».

Facebook-Nutzer gratulierten Stephanie für ihren Mut

Die Bilder stellte die Fotoagentur auf Facebook und schon kurz danach wurden diese über 85.000-mal geteilt. «Arryn rief mich im Büro an und sagte, dass er sich darüber freue. Die Fotos hatten Tausende positive Kommentare erhalten. Die meisten User hielten mich für ein Beispiel von Body-Positivity, sie gratulierten mir für meinen Mut.»

Stephanies Arbeitgeber war da anderer Meinung. Vergangene Woche gab die Austin Bank Texas Stephanie bekannt, dass sie die freizügigen Bilder für unangemessen halte. «Es wurde gesagt, dass man besorgt sei, dass die Bilder ein schlechtes Image für eine familienfreundliche Bank sein könnten», erzählte die Texanerin.

Schwanger und arbeitslos – und doch stolz auf die Fotos

«Das war sehr schmerzhaft. Ich habe ein Jahr lang hart gearbeitet und galt als Musterangestellte», so Stephanie weiter. Trotzdem werde sie jetzt fallen gelassen, «wegen etwas, worauf ich so stolz bin als Frau». Zudem seien die Bilder eine private Angelegenheit.

Fotografin Bria Terry äußerte sich am Freitag auf Facebook zum Vorfall: «Ich bin überrascht, wie ein Unternehmen, das sich als familienfreundlich ausgibt, eine Angestellte in der 20. Schwangerschaftswoche entlassen kann.» Unter anderem habe Stephanie so keine Krankenversicherung mehr, schreibt die Fotografin.

Die werdende Mutter bereut die Fotos jedoch nicht. «Arryn ist stolz auf mich und auf die positive Botschaft, die die Bilder vermitteln.»

(L'essentiel/kle)

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