Champions League – Barcelona gewinnt den Kampf der Titanen

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Champions LeagueBarcelona gewinnt den Kampf der Titanen

Barcelona gewinnt den Champions-League-Kracher gegen Manchester City 2:0. Paris Saint-Germain fertigt Leverkusen dank zwei Toren von Zlatan Ibrahimovic 4:0 ab.

Der FC Barcelona und Paris St-Germain brachten sich mit Auswärtssiegen im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League in eine gute Position. Die Spanier siegten bei Manchester City 2:0, die Franzosen deklassierten Leverkusen mit 4:0.

Das englisch-spanische Duell nahm in der 53. Minute die entscheidende Wende für den FC Barcelona. Lionel Messi entwischte der bis dahin sehr aufmerksamen Abwehr von Manchester City. Martin Demichelis konnte seinen argentinischen Landsmann als letzter Verteidiger nur noch mit einem Foul stoppen. Die Rote Karte war die logische Folge, das von Messi souverän verwandelte Elfmeterschießen aber eher ein Fehlentscheid. Das Foul hatte der frühere Spieler von Bayern München wohl knapp vor der Strafraumgrenze begangen. Das 2:0 gelang Dani Alves in der Schlussminute.

Torchancen waren Mangelware

Bis zum Penalty war Barcelona kaum zu Torchancen gekommen. Die Katalanen hatten zwar wie üblich deutlich mehr Ballbesitz als der Gegner, konnten aus der scheinbaren Überlegenheit und mit den Pass-Stafetten nichts Gewinnbringendes produzieren. Sie gerieten sogar in Verlegenheit, als der Gastgeber nach einer guten Viertelstunde begann, sein Pressing zu intensivieren und die Kombinationen von Xavi, Iniesta und Co. mit mehr Vehemenz zu stören. Der Tabellendritte der Premier League hatte durch den Spanier Alvaro Negredo zwei, drei gute Chancen zum 1:0.

Auch in nummerischer Überzahl tat sich der Gast schwer, das Geschehen unter Kontrolle zu bringen. Manchester City liess die Spanier kaum mal einen Pass in Ruhe schlagen und eroberte viele Bälle im Mittelfeld. Von dort suchte die Mannschaft von Manuel Pellegrini blitzschnell den Weg nach vorne. David Silva besass in der 77. Minute eine gute Ausgleichschance, der eingewechselte Edin Dzeko scheiterte sieben Minuten später alleine vor Barça-Keeper Victor Valdes. Trotz der Abwesenheit von Topscorer Sergio Agüero zeigte Manchester City, wieso es in dieser Saison schon 117 Tor erzielt hat.

Alves setzt den Schlusspunkt

Das Schlusswort gehörte aber dem FC Barcelona, dem ein zweiter Treffer durch Piqué wegen eines knappen Abseits zunächst verwehrt worden war. In der 90. Minute führte dann aber ein schöner Doppelpass zwischen den beiden Brasilianern Dani Alves und Neymar zum 2:0. Damit geht der vierfache Meistercup- und Champions-League-Sieger mit einem bequemen Polster ins Rückspiel am 12. März.

Klassenunterschied in Leverkusen

Noch angenehmer ist die Ausgangslage von Paris St-Germain. Mit Leichtigkeit setzte sich die Mannschaft von Laurent Blanc in Leverkusen durch. Der Leader der französischen Meisterschaft brachte sich schon nach weniger als zwei Minuten mit dem 1:0 von Blaise Matuidi, dem einzigen Franzosen in der Startformation, auf Kurs. Auch in der Folge zeigte sich, dass das viele Geld der Investoren aus Katar in den letzten Jahren gut angelegt wurde. Aus dem Pariser Klub, dem jahrelang ein Verlierer-Image anhaftete, ist zumindest ein ernstzunehmender Aussenseiter auf den Champions-League-Titel geworden. Er kontrollierte das Geschehen in der BayArena problemlos und schien jederzeit in der Lage, das Tempo zu erhöhen.

Mit Zlatan Ibrahimovic hat Paris St-Germain zudem einen Ausnahmekönner in seinen Reihen. Der Schwede gab die Vorlage zum 1:0 und schoss die beiden weiteren Treffer vor der Pause selber. In der 39. Minute verwertete er einen Foulpenalty und drei Minuten später traf er aus 18 Metern in die linke obere Torecke. Noch nie konnte Ibrahimovic die Champions League gewinnen. In dieser Saison tut er mit seiner Torproduktion einiges dafür. Er steht nun bei zehn Toren in sechs Champions-League-Partien. Alle Wettbewerbe zusammengezählt lautet seine Bilanz seit August: 35 Treffer in 28 Partien. Das 4:0 schoss der in der Winterpause verpflichtete und nach der Pause eingewechselte Yohan Cabaye.

Kießling auf verlorenem Posten

Leverkusen hatte seinen Hoffnungsträger mit Stefan Kießling ebenfalls in der Sturmspitze. Doch der 30-Jährige hatte gegen die brasilianischen Innenverteidiger Thiago Silva und Alex einen schweren Stand und war zudem oft auf sich alleine gestellt. Die Deutschen, die nun sechs ihrer letzten acht Spiele verloren haben, tauchten vor fast 30'000 Zuschauern kaum einmal gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf, erst recht nicht mehr, nachdem Emir Spahic in der 59. Minute die zweite gelbe Karte gesehen hatte.

Manchester City - Barcelona 0:2 (0:0)
City of Manchester Stadium. 50'000 Zuschauer. - SR Eriksson (Sd).
Tore: 54. Messi 0:1. 90. Dani Alves 0:2.
Manchester City: Hart; Zabaleta, Kompany, Demichelis, Clichy; Jesus Navas (58. Nasri), Fernandinho, Yaya Touré, Kolarow (58. Lescott); Silva; Negredo (74. Dzeko).
Barcelona: Valdes; Daniel Alves, Piqué, Mascherano, Jordi Alba; Xavi, Busquets, F�bregas (86. Sergi Roberto); Alexis Sanchez (74. Neymar), Messi, Iniesta.
Bemerkungen: Barcelona komplett. Manchester City ohne Agüero (verletzt) und Milner (gesperrt). 53. Rote Karte gegen Demichelis (Notbremse). 81. Tor von Piqué wegen Abseits aberkannt.
Verwarnungen: 23. Dani Alves. 28. Negredo. 37. Kolarow. 76. Mascherano (alle Foul).

Leverkusen - Paris St-Germain 0:4 (0:3)
BayArena. - 29'412 Zuschauer. - SR Kassai (Un).
Tore: 3. Matuidi 0:1. 39. Ibrahimovic (Foulpenalty) 0:2. 42. Ibrahimovic 0:3. 88. Cabaye 0:4.
Leverkusen: Leno; Hilbert, Spahic, Toprak, Guardado; Bender, Rolfes (46. Reinartz), Castro; Sam (62. Wollscheid), Kiessling, Son (46. Brandt).
Paris St-Germain: Sirigu; Van der Wiel, Alex, Thiago Silva, Maxwell; Verratti, Thiago Motta, Matuidi (67. Cabaye); Lucas, Ibrahimovic, Lavezzi (76. Pastore).
Bemerkungen: Leverkusen ohne Derdiyok, Kruse (verletzt) und Can (gesperrt). Paris St-Germain ohne Cavani (verletzt). 59. Gelb-rote Karte gegen Spahic (Foul). 66. Tor von Matuidi wegen Abseits aberkannt.
Verwarnungen: 4. Matuidi. 16. Hilbert. 38. Spahic. 48. Guardado. 58. Castro (alle Foul).

(L'essentiel/dpa/sco)

HINSPIELE

Dienstag, 18. Februar:

Manchester City - FC Barcelona 0:2

Bayer Leverkusen - Paris St. Germain 0:4

Mittwoch, 19. Februar:

AC Mailand - Atlético Madrid (20.45)

FC Arsenal - Bayern München (20.45 Uhr)

Dienstag, 25. Februar:

Zenit St. Petersburg - Borussia Dortmund (18.00)

Olympiakos Piräus - Manchester United (20.45)

Mittwoch, 26. Februar:

Galatasaray Istanbul - FC Chelsea (20.45)

FC Schalke 04 - Real Madrid (20.45)

RÜCKSPIELE

Dienstag, 11. März:

Atlético Madrid - AC Mailand (20.45)

Bayern München - FC Arsenal (20.45)

Mittwoch, 12. März:

FC Barcelona - Manchester City (20.45)

Paris St. Germain - Bayer Leverkusen (20.45)

Dienstag, 18. März:

FC Chelsea - Galatasaray Istanbul (20.45)

Real Madrid - FC Schalke 04 (20.45)

Mittwoch, 19. März:

Manchester United - Olympiakos Piräus (20.45)

Borussia Dortmund - Zenit St. Petersburg (20.45)

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