Publiziert

In LuxemburgBargeld bleibt erlaubt – aber nicht erste Wahl

LUXEMBURG – Die Regierung hat bestätigt, dass sie Barzahlungen nicht einschränken will. Sie appelliert jedoch an Kunden und Händler, Verständnis für einander zu zeigen.

Die kontaktlose Bezahlweise mit Karte oder Smartphone solle, wenn möglich, genutzt werden.

Die kontaktlose Bezahlweise mit Karte oder Smartphone solle, wenn möglich, genutzt werden.

Julien Garroy

Seit Beginn der Coronavirus-Epidemie, nimmt die Debatte über Barzahlungen zu. Viele Geschäfte wollen kein Bargeld mehr annehmen und setzen stattdessen auf Kartenzahlung oder andere elektronische Zahlungsmittel. Es gebe derzeit «keine Anzeichen dafür», dass Bargeld besonders an der Verbreitung des Virus beteiligt sei, teilten das Finanz- und das Verbraucherschutzministerium in einer am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit. Es sei jedoch «verständlich, dass Geschäfte und Händler den Einsatz von Bargeld minimieren wollen, um die physische Interaktion so weit wie möglich einzuschränken».

Tatsächlich seien Kassierer und Supermarkt-Mitarbeiter «ständig Kundenkontakten ausgesetzt, der Einsatz von Kartenzahlungen hilft, dass sie sich sicher fühlen, indem sie vor der Abwicklung von Barzahlungen bewahrt werden». Dennoch erkennen die Ministerien an, dass «eine Reihe von gefährdeten Personen nicht in der Lage ist, Einkäufe elektronisch zu bezahlen». Infolgedessen haben die beiden Ministerien «nicht die Absicht, die Verwendung von Bargeld als Zahlungsmittel infrage zu stellen». Eine Stellungnahme, die die Aussage des Verbraucherverbandes vor zehn Tagen bestätigt.

Die Regierung fordert daher «die verschiedenen Akteure auf, Zahlungen mit gegenseitigem Respekt und gesundem Menschenverstand zu handhaben». «Jeder trägt» zur Bekämpfung der Epidemie bei, «indem er Abstand hält und verantwortungsbewusstes Verhalten an den Tag legt». Infolgedessen rufen die beiden Ministerien, die die Erklärung unterzeichnet haben, «im Interesse aller» dazu auf, «Verständnis und Pragmatismus zu zeigen und Karten- und Smartphone-Zahlungen wo immer möglich Vorrang einzuräumen». Dennoch solle Bargeldzahlung weiter angeboten werden, damit schutzbedürftige Menschen weiterhin ihre Einkäufe bezahlen könnten.

(jw/L'essentiel)

Deine Meinung