2014 herrscht Rauchverbot – Bars fordern Zeit zum Bau von Raucherräumen

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2014 herrscht RauchverbotBars fordern Zeit zum Bau von Raucherräumen

LUXEMBURG - Ab dem 1. Januar darf in Bars und Clubs nicht mehr geraucht werden. Den Betreibern läuft die Zeit davon. Eine Regelung für Raucherbereiche steht noch aus.

Kaffee und Zigarette: Nur noch in abgegrenzten Raucherräumen ist diese Kombination ab Januar möglich.

Kaffee und Zigarette: Nur noch in abgegrenzten Raucherräumen ist diese Kombination ab Januar möglich.

DPA

«Wenn wir nicht ganz schnell einen Raucherbereiche einrichten, dann werden wir viele Kunden verlieren. Viele kommen gegen 10 Uhr für eine erste Pause mit Kaffee und Zigarette. Müssen sie draußen rauchen, werden sie nicht wiederkommen», meint François Koepp, Generalsekretär des Gaststättenverbands Horesca. Die Gaststättenbetreiber wollen am Montag der zukünftigen Regierung ihre Sorgen zum Nichtraucherschutzgesetz mitteilen – und besonders auf die noch immer nicht geregelte Frage nach Raucherbereichen eingehen.

Ab dem 1. Januar ist das Rauchen in allen Bars, Cafés und Diskos verboten. Das Rauchverbot beruht auf einer EU-weiten Regelung, die in den Nachbarländern schon seit Jahren in Kraft ist. In abgetrennten Räumen soll weitergeraucht werden dürfen, doch die Umstände sind nicht bekannt. Denn über das entsprechende großherzogliche Reglement zum Thema ist noch nicht abgestimmt worden.

Wird ab dem 1. Januar kontrolliert?

Welche Bedingungen muss ein Raucherraum erfüllen? Braucht er bestimmte Belüftung? Und wie lange dauert es, bis ein Kostenvoranschlag dafür vorliegt? Mit diesen Fragen hatte sich erst in der vergangenen Woche Paula Madeira, eine Kneipenbesitzerin aus der Hauptstadt, an die 46 bereits vereidigten Abgeordneten des neuen Parlaments gewendet. François Koepp vom Gaststättenverband fordert daher eine Gnadenfrist: «Wir würden uns wünschen, dass es in den kommenden sechs Monaten oder im ersten Jahr nach Einführung des Rauchverbots keine Kontrollen gibt, damit die Betreiber Zeit haben, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen.»

Zudem fordern die Cafébetreiber einfache Vorschriften: «Wir müssen einen Raucherraum oder eine abgedeckte Terrasse einrichten können, ohne eine Tonne Vorschriften beachten zu müssen», fordert Koepp. Der scheidende Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo (LSAP) hatte zuletzt erklärt, dass die Raucherräume eine Ausnahme bleiben müssten. Für Koepp steht dies außer Frage: «So war das nicht ausgemacht. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Horesca-Betriebe 19‘800 Menschen beschäftigen.»

(ns/L'essentiel Online)

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