Tour de France – Basso nach Krebs-Erkrankung kämpferisch
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Tour de FranceBasso nach Krebs-Erkrankung kämpferisch

Ivan Basso ist nach seiner schlimmen Diagnose zurück in seiner Heimat und wird bereits am Mittwoch in Mailand operiert. Die Anteilnahme zu Hause ist groß.

Ivan Basso bleibt nach der Schock-Diagnose erst einmal gelassen.

Ivan Basso bleibt nach der Schock-Diagnose erst einmal gelassen.

DPA/Yoan Valat

Nach seinem persönlichen Schicksalsschlag hat sich Ivan Basso kämpferisch gezeigt. «Der Schock war sehr groß, aber ich versuche, auch in schwierigen Situationen immer mich zu wehren und das ist auch jetzt so», sagte der zweimalige Giro-d'Italia-Sieger, der bereits am Mittwoch wegen seiner Hodenkrebserkrankung operiert wird. «Der einzige mögliche Weg in solch einer Situation ist Vertrauen und Optimismus», ergänzte der 37 Jahre alte Radprofi im Interview des TV-Senders Rai.

Basso war am Ruhetag bei der 102. Tour de France ausgestiegen, nachdem seine schlimme Krankheit bei einer Routine-Untersuchung festgestellt worden war. Der zweimalige Giro-d'Italia-Sieger hatte bei einem Sturz eine Hodenquetschung erlitten, wodurch es erst zu einer Untersuchung kam. «Nach der Operation werden wir wissen, worum es sich handelt. Jetzt bin ich sehr optimistisch und gelassen», betonte er.

Glück im Unglück

Basso wurde am Dienstag nochmals im Mailänder Krankenhaus San Raffaele untersucht, wo es auch am Mittwoch zu dem operativen Eingriff durch Professor Francesco Montorsi kommen soll. «Am Ende hatte ich noch Glück: Der Radsport hat mit geholfen, etwas zu entdecken, was ich sonst niemals bemerkt hätte», sagte er. Nachdem die Schmerzen nach dem Sturz nicht verschwunden waren, hatte Basso sich untersuchen lassen.

Die Nachricht von der Erkrankung hatte in seinem Heimatland Italien eine Welle der Anteilnahme ausgelöst. «Forza Ivan, gib nicht auf», titelte die Zeitung «Tuttosport» am Dienstag. Die «Gazzetta dello Sport» kommentierte: «Forza Ivan. Das Drama um Basso erschüttert die Tour.» Bassos Landsmann und Vorjahressieger bei der Tour de France, Vincenzo Nibali, erklärte: «Als ich davon erfahren habe, dachte ich zuerst, es sei ein Scherz. Ich hoffe, dass alles gut läuft, für ihn und für seine Familie. Jetzt sind sie es, die zählen, der Rest ist nicht mehr wichtig.»

(dpa/L'essentiel)

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