Minister-Treffen – Bausch und AKK rücken Miteinander in den Fokus

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Minister-TreffenBausch und AKK rücken Miteinander in den Fokus

LUXEMBURG – Neben Sicherheitsfragen diskutierten Verteidigungsminister François Bausch und seine deutsche Amtskollegin Kramp-Karrenbauer auch konkrete Vorhaben.

Verteidigungsminister François Bausch (links) empfängt seine deutsche Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Verteidigungsminister François Bausch (links) empfängt seine deutsche Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Julien Warnand

Deutschland und Luxemburg sind sich einig über die Bedeutung des Strategischen Kompasses bei der Ausrichtung der sicherheits- und verteidigungspolitischen Ziele der Europäischen Union. Dies wurde bei einem Treffen von Außenminister François Bausch (Déi Gréng) und seiner deutschen Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Montag in Luxemburg deutlich - ebenso wie das gemeinsame Engagement auf Nato- und EU Ebene.

So plädiert Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer für einen «vernetzten Ansatz» von Militär und Entwicklungshilfe in der westafrikanischen Sahelzone. In der Region gebe es zwar «in einem sehr klassischen Sinne» eine Terrorbekämpfung durch französische Soldaten, sagte die Ministerin, «aber um auf Dauer die Region voranzubringen und zu befrieden, brauchen wir einen vernetzten Ansatz».

Hintergrund der Konflikte in der Sahelzone

Dabei gehe es darum, mit militärischen Mitteln die Streitkräfte Malis zu befähigen, selbst für die Sicherheit ihrer Staatsbürger zu sorgen. Doch die Sahelregion müsse auch «im Sinne der Entwicklungszusammenarbeit» aufgebaut werden. So sei auch die Sahelstrategie der Bundesregierung konzipiert, «die wir in Kürze verabschieden werden». Auch Bausch betonte, der eigentliche Hintergrund der Konflikte in der Sahelzone seien Wasserknappheit und Mangel an fruchtbarem Boden.

Die Bundeswehr bildet derzeit mit rund 100 Soldaten malische Streitkräfte aus und beteiligt sich mit fast 1000 Soldaten an der UN-Mission Minusma, die zur Stabilisierung Malis beitragen soll. Nur in Afghanistan sind noch mehr deutsche Soldaten stationiert.

Augenmerk auf weltweite Klimaveränderung

Kramp-Karrenbauer lobte den Verteidigungsbeitrag der insgesamt rund 900 Soldaten zählenden luxemburgischen Armee sei «von einer besonders hohen Qualität». Bausch betonte, Luxemburg werde ab 2023 einen Erdbeobachtungssatelliten ausschließlich für militärische Zwecke den Partnern in EU und Nato zur Verfügung stellen.

Besonderes Augenmerk wurde auch auf die weltweite Klimaveränderung gerichtet. Es sei klare Absicht, die Armeen beider Länder so aufzustellen, dass diese einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig resilient und reaktionsfähig bleiben könnten. Auch hier setzen beide Minister auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Bausch forderte in diesem Zusammenhang, dass Klimafragen systematisch bei Sicherheit und Verteidigung innerhalb von EU und Nato mit einbezogen werden sollten.

(L'essentiel/dpa)

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