Nach Verkehrskollaps – Bausch will «Irrgärtchen»-Irrsinn klären

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Nach VerkehrskollapsBausch will «Irrgärtchen»-Irrsinn klären

LUXEMBURG – Der Verkehrskollaps am Mittwochabend erhitzte die Gemüter. Infrastrukturminister François Bausch (Déi Gréng) will Abhilfe schaffen.

François Bausch verspricht Lösungen, um das Verkehrschaos am Kreisel Irrgärtchen während der Bauarbeiten zu minimieren.

François Bausch verspricht Lösungen, um das Verkehrschaos am Kreisel Irrgärtchen während der Bauarbeiten zu minimieren.

Die Geduld des ohnehin geplagten Luxemburger Autofahrers wurde am Mittwochabend auf eine ganz besondere Probe gestellt. Tausende Berufspendler saßen über Stunden rund um den Kreisel Irrgärtchen fest. Die derzeitigen Umbau-Maßnahmen zum sogenannten Turbo-Kreisel gepaart mit dem Feierabendverkehr sorgten für einen Verkehrskollaps, der auch auf Luxemburgs chronisch überlasteten Straßen seinesgleichen sucht.

«Bis Ende des Jahres ist die Situation am Kreisel heikel», erkennt François Bausch (Déi Gréng) auf Nachfrage von L'essentiel an, «Ponts et Chaussées müssen mitten auf der Fahrbahn Arbeiten durchführen – da ist klar, dass es zu Behinderungen kommt.» Gleichzeitig zeigt der Infrastrukturminister Unverständnis für Verkehrsteilnehmer, «die in den Kreisel hineinfahren, obwohl dieser schon blockiert ist».

«Vorher nach Alternativen suchen»

Dennoch verspricht Bausch Verbesserungen: «Wir werden zusehen, dass die Busse, die nicht in Sandweiler halten müssen, einen kleinen Umweg fahren, um den Kreisel zu vermeiden.» Außerdem solle es Züge und Shuttle-Busse für jene geben, die nach Sandweiler oder Contern müssen. So könne die Belastung des Kreisels reduziert werden, bis der Bauabschnitt Ende des Jahres abgeschlossen ist. Außerdem werde er sich mit der Straßenbauverwaltung zusammensetzen, um zu schauen, ob weitere Bauabschnitte ebenfalls zu größeren Problemen führen könnten: «Dann können wir vorher nach alternativen Lösungen suchen», so der Grünen-Politiker.

Der Rond-Point Robert Schaffner, so sein offizieller Name, gilt seit Jahren als chronisch überlastet. Abends schieben sich stündlich 4200 Fahrzeuge durch den wichtigen Verkehrsknotenpunkt an der Ausfahrt Hamm. Der 9,9 Millionen Euro teure «Turbo-Kreisel» soll dank Ampeln und neuen Ausfahrten den Stau vor den Einfahrten verringern: vom Kirchberg kommend von 500 auf 90 Meter und aus Fahrtrichtung Hamm von mehr als einem Kilometer auf rund 210 Meter.

Bildstrecke: Kreisel Irrgarten zündet «Turbomodus»

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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