Bundesliga – Bayern fegt Dortmund mit 6:0 vom Platz
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BundesligaBayern fegt Dortmund mit 6:0 vom Platz

Daheim demütigt Bayern München den BVB. Torwart Roman Bürki kassiert schon bis zur Pause fünf Treffer.

Dortmund's Mahmoud Dahoud, left, and Bayern's Robert Lewandowski challenge for the ball during the German Bundesliga soccer match between FC Bayern Munich and Borussia Dortmund in Munich, Germany, Saturday, March 31, 2018. (AP Photo/Matthias Schrader)

Dortmund's Mahmoud Dahoud, left, and Bayern's Robert Lewandowski challenge for the ball during the German Bundesliga soccer match between FC Bayern Munich and Borussia Dortmund in Munich, Germany, Saturday, March 31, 2018. (AP Photo/Matthias Schrader)

Matthias Schrader

Die Meisterfeier von Bayern München verzögerte sich um eine Woche, da Schalke ein 2:0-Heimsieg über Freiburg gelang. Der Titelverteidiger konnte nach dem 6:0 gegen Borussia Dortmund dennoch eine Party zelebrieren. Vom deutschen Clasico war in besseren BVB-Zeiten die Rede, wenn ein Treffen mit dem Münchner Primus anstand. Tempi passati, ein Klassiker fühlt sich anders an. Dortmund erreicht die Bayern-Flughöhe schon länger nicht mehr – im Gegenteil: «Rund 120 Punkte haben wir Dortmund in den letzten sechs Jahren in der Liga abgenommen», rechnete Karl-Heinz Rummenigge vor dem Anpfiff genüsslich vor.

Dass der frühere Champion in der Allianz-Arena dann aber derart chancenlos bleiben würde, damit hätte wohl nicht einmal der Vorstandsvorsitzende der Bayern kalkuliert. Robert Lewandowski, er mit einem Triplepack, Franck Ribéry und Co. zertrümmerten den instabilen Kontrahenten mit fünf Treffern in den ersten 45 Minuten regelrecht. Und eben: Nicht der inferiore Hamburger SV war der überforderte Sparringpartner, sondern ein Koloss, der im letzten Juni einen Rekordumsatz von über 400 Millionen Euro vermeldete.

Eine Bankrotterklärung

Im Europacup ist das Team enttäuschend früh gescheitert, im Pokal war gegen Bayern vorzeitig Schluss. Nun folgte in der Liga eine eigentliche Bankrotterklärung – anders ist die schlimmste Niederlage seit einem 0:7 in Stuttgart im Februar 1991 nicht zu deuten. Die Verlierer waren konsterniert und ratlos. «Reden hilft nicht mehr viel», stammelte Kapitän Schmelzer in die Mikrofone.

Derzeit verbindet Bayern und Dortmund nur ein Fakt: Beide suchen fieberhaft nach neuen Trainerlösungen. Jupp Heynckes wird in München ein letztes Mal abtreten, Peter Stöger hat seine Chance im Ruhrpott verspielt. Und der Österreicher spürt, dass seine Zeit bereits wieder abläuft. In einem «Sky»-Interview sagte er, dass sich sein Leben nicht über einen Job beim BVB definiere.

Lucien Favre wird immer konkreter zum Thema – und mit ihm wohl ein tiefgreifender Umbau des Kaders; zu viele Großverdiener, zu wenige Leader. Ändern wird sich auch das Profil von Sportchef Michael Zorc. Der Ex-Coach und Meisterspieler Matthias Sammer kehrt als Berater zurück, ein Comeback des früheren Kapitäns Sebastian Kehl als Chef der Lizenzspielerabteilung ist ebenso beschlossene Sache.

(L'essentiel/sda)

28. Spieltag:

Samstag, 31.03.2018:

1899 Hoffenheim - 1. FC Köln 6:0 (1:0)

FC Schalke 04 - SC Freiburg 2:0 (0:0)

Bayer Leverkusen - FC Augsburg 0:0 (0:0)

Hannover 96 - RB Leipzig 2:3 (0:1)

VfB Stuttgart - Hamburger SV 1:1 (1:1)

Bayern München - Borussia Dortmund 6:0 (5:0)

Hertha BSC - VfL Wolfsburg 0:0 (0:0)

Sonntag, 01.04.2018:

Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 2:1 (1:0)

FSV Mainz 05 - Bor. Mönchengladbach 0:0

Tabelle:

1. Bayern München 28 72:20 69

2. FC Schalke 04 28 43:30 52

3. Borussia Dortmund 28 54:39 48

4. RB Leipzig 28 43:37 46

5. Bayer Leverkusen 28 47:35 45

6. Eintracht Frankfurt 28 39:32 45

7. 1899 Hoffenheim 28 52:41 42

8. VfB Stuttgart 28 26:31 38

9. Gladbach 28 36:42 37

10. FC Augsburg 28 37:36 36

11. Hertha BSC 28 32:32 36

12. Werder Bremen 28 32:33 36

13. Hannover 96 28 35:42 32

14. SC Freiburg 28 26:46 30

15. VfL Wolfsburg 28 28:37 26

16. FSV Mainz 05 27 29:46 26

17. 1. FC Köln 28 27:55 20

18. Hamburger SV 28 20:44 19

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