Jordyn Huitema und Alphonso Davies – Bayern-Star wird Opfer von Hass-Nachrichten

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Jordyn Huitema und Alphonso DaviesBayern-Star wird Opfer von Hass-Nachrichten

Alphonso Davies und seine Freundin, PSG-Kickerin Jordyn Huitema, zeigen auf Instagram, mit welch üblen Kommentaren sie sich herumschlagen müssen.

Die Nachrichten sind unfassbar. Sie lauten: «Deine Vorfahren hassen dich dafür, dass du 1000 Jahre purer, weißer Gene wegwirfst», «Du wirst als alleinerziehende Mutter eines ekelhaften Mischhaut-Babys enden», «Du bist buchstäblich mit einem Affen zusammen». Oder: «Die Rassen zu mischen, wird die Identität deines Kindes ruinieren.»

Erhalten hat sie Jordyn Huitema, Fußballerin bei PSG und Mitspielerin von Ramona Bachmann auf Instagram. In einer Story veröffentlichte sie die Hass-Kommentare, die ihr zu einem gemeinsamen Urlaubsfoto mit Freund und Bayern-Star Alphonso Davies geschickt worden waren. Dazu schrieb sie: «Wir werden nie das Gute in der Welt sehen, wenn alles, was wir voneinander sehen, unsere Hautfarbe ist.» Davies meinte, dass die Nachrichten absolut widerlich seien und sie oft solche Nachrichten bekämen.

Mitspieler und Club-Boss sind entsetzt

Mitspieler reagierten sofort auf den Hass. Jérôme Boateng schrieb etwa auf Twitter: «Ich bin total angewidert, die Kommentare unter den Fotos von Alphonso Davies und Jordyn Huitema zu lesen.» Auch Fiete Arp und Joshua Zirkzee reagierten bei Instagram, posteten Ähnliches wie Boateng in ihren Stories. Beim neusten Pärchen-Post deaktivierten Davies und Huitema nun die Kommentarfunktion.

Und auch Bayern-Boss Herbert Hainer war fassungslos. Er verurteilte die rassistischen Hass-Kommentare vehement. «Auch den FC Bayern München haben die rassistischen Anfeindungen nach dem Post von Jordyn Huitema gegen unseren Spieler Alphonso Davies getroffen, und sie werden von uns in keiner Weise toleriert», sagte der 66-Jährige gegenüber der «Bild». Und: «Egal, woher man kommt – der Fußball bietet uns allen ein Daheim. Der Fußball hat die Kraft, Menschen zu verbinden. Dazu wollen wir als FC Bayern stets einen Teil beitragen.»

(L'essentiel/Nils Hänggi)

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