Bundesliga – Bayern will in Stuttgart die Herbstmeisterschaft
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BundesligaBayern will in Stuttgart die Herbstmeisterschaft

An der nächsten Herbstmeisterschaft von Bayern München gibt es praktisch keinen Zweifel mehr. Andere Clubs suchen dagegen Wege zurück zu einstiger Stärke.

Die kurzzeitige Spannung an der Spitze der Fußball-Bundesliga ist schon wieder vorbei, sechs Punkte Vorsprung nimmt der FC Bayern in die letzte Liga-Woche dieses Jahres mit. Potenzielle Rivalen wie Dortmund, Wolfsburg oder Mönchengladbach rätseln derweil, wie sie aus ihrem sportlichen Tief kommen.

Bayern vor Herbstmeisterschaft: Dem FC Bayern ist die 25. Herbstmeisterschaft praktisch nicht mehr zu nehmen. Die Münchner führen die Tabelle mit sechs Punkten vor Dortmund und einem fast uneinholbaren Vorsprung beim Torverhältnis an. Ein Punkt in Stuttgart beseitigt auch die theoretischen Zweifel. «Wir sind jetzt sechs Punkte vorne. Das heißt viel Gutes, wenn wir die Leistung am Dienstag in Stuttgart bestätigen», sagte Trainer Julian Nagelsmann.

Gladbach-Krise: Und nun ausgerechnet gegen Eintracht Frankfurt. In der schwierigsten Phase mit Borussia Mönchengladbach trifft Trainer Adi Hütter am Mittwoch auf seinen ehemaligen Club, dem gerade ein berauschendes 5:2 gegen Leverkusen gelang. Nach drei Niederlagen am Stück mit insgesamt 14 Gegentoren steht der Coach mit seinem Team gehörig unter Druck. Sportdirektor Max Eberl stärkt seinem Trainer den Rücken und hofft auf eine baldige Wende. «Jetzt haben wir die Chance, im nächsten Heimspiel einen Schritt nach vorn zu machen», sagte der 48-Jährige.

Wolfsburg-Krise: Nach der 0:2-Pleite im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart und der damit fünften Pflichtspiel-Niederlage in Folge muss der VfL Wolfsburg am Dienstagabend gegen den 1. FC Köln punkten. Die Situation ist nach dem Champions-League-Aus angespannt: Einige Fans riefen am Samstag laut «Schmadtke raus»! Es war nicht die Mehrheit, aber dass der Geschäftsführer Sport überhaupt öffentlich angegangen wird, ist bemerkenswert. Denn Jörg Schmadtke ist in Wolfsburg für einen Aufschwung verantwortlich, der 2018 kurz nach dem zweiten Fast-Abstieg begann und nur drei Jahre später vorläufig in der Champions League endete.

Dortmunder Probleme: Nach nur einem Punkt in den vergangenen beiden Spielen gegen Bayern (2:3) und Bochum (1:1) steht der BVB im Hinrunden-Endspurt unter Zugzwang. Zwei Siege in den Duellen mit Greuther Fürth (H) und Hertha BSC (A) sollen im Idealfall dazu beitragen, dass der auf sechs Zähler angewachsene Abstand des Tabellenzweiten zu den Münchnern wieder kleiner wird. «Wir sind jetzt kurz vor der Halbzeit der Saison, wir werden jetzt mit Sicherheit nicht aufstecken. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und dranbleiben», sagte Alexander Zickler, der den gesperrten BVB-Chefcoach Marco Rose in Bochum vertrat.

Abstiegskampf: Spannung verspricht an den letzten beiden Spieltagen des Jahres der Kampf gegen den Abstieg. Der FC Augsburg rangiert trotz des 2:0 in Köln auf dem Relegationsrang, hat aber den Rückstand auf die Kölner (Platz 12/19 Punkte) auf drei Zähler verkürzt. Auch Stuttgart (17 Punkte) und Hertha (18) konnten sich trotz Siegen nicht aus der Abstiegszone befreien. Ob Fürth nach dem ersten Saisonsieg noch mal den Anschluss schafft, bleibt abzuwarten. Der nächste Gegner ist am Mittwoch der BVB.

Corona-Impfungen: Noch immer ist Joshua Kimmichs späte Einsicht in Sachen Corona-Impfung in aller Munde. «Rückblickend gesehen würde ich gerne die Entscheidung des Impfens früher treffen, aber zu dem damaligen Zeitpunkt war es mir eben nicht möglich», sagte der Bayern-Profi im ZDF-Interview. Wegen seiner öffentlich geäußerten Zweifel an der Impfung stand der 26-Jährige zuletzt im Zentrum heftiger Debatten. «Generell war es für mich einfach schwierig, mit meinen Ängsten und Bedenken umzugehen. Deshalb war ich auch so lange unentschlossen», erklärte der Nationalspieler.

(L'essentiel/DPA )

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