Meister-Turnier – BBL will Meister mit zehn Teams ausspielen

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Meister-TurnierBBL will Meister mit zehn Teams ausspielen

Die Deutsche Basketballliga will die Saison mit zehn Mannschaften in einem Turnier-Modus fortsetzen – und will schnell ein ausgearbeitetes Konzept vorlegen.

Die EWE Baskets Oldenburg, hier mit Rickey Paulding (l) und Alba Berlin (mit Rokas Giadraitis) wären auf jeden Fall dabei.

Die EWE Baskets Oldenburg, hier mit Rickey Paulding (l) und Alba Berlin (mit Rokas Giadraitis) wären auf jeden Fall dabei.

DPA/Carmen Jaspersen

Nach der außergewöhnlichen Entscheidung, den Ligabetrieb mit nur zehn Teams und in einer Art Turnier-Modus fortzusetzen, fängt die Arbeit für die Verantwortlichen der Basketball-Bundesliga erst richtig an. Schon an diesem Dienstag soll eine Expertengruppe mit Vertretern der weiter mitwirkenden Vereine beginnen, den genauen Ablauf des gewagten Vorhabens auszuarbeiten. Denn anders als der Profi-Fußball verfügen die Basketballer noch nicht über ein detailliertes Konzept.

«DFL-Chef Christian Seifert hat am Donnerstag gesagt, der Fußball ist bereit. Ich bin zuversichtlich, dass wir das in ein paar Tagen auch sagen können», sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz der Deutschen Presse-Agentur. Dem Liga-Boss war es in wenigen Tagen gelungen, eine Idee zu entwickeln, die die 17 Liga-Vertreter überzeugte. Einstimmig beschlossen die Vereine am Montag die Fortsetzung der seit Mitte März wegen der Corona-Krise ausgesetzten Spielzeit – auch wenn sieben Clubs daran nicht mehr teilnehmen werden.

« Das kann hammergeil werden »

In zwei Fünfer-Gruppen wollen der FC Bayern München, die MHP Riesen Ludwigsburg, die Hakro Merlins Crailsheim, Alba Berlin, die EWE Baskets Oldenburg, Rasta Vechta, Brose Bamberg, BG Göttingen, ratiopharm ulm und die Fraport Skyliners aus Frankfurt die Saison fortsetzen. «Spätestens am 18. Mai brauchen wir Grünes Licht seitens der Politik», sagte Holz. Dann soll nach einer zwei- bis dreiwöchigen Vorbereitungszeit innerhalb von drei Wochen der deutsche Meister gekürt werden. Der genaue Modus steht noch nicht fest.

Die ersten Reaktionen auf den Plan waren positiv. «Das kann hammergeil werden», schrieb Ulms Geschäftsführer Thomas Stoll bei Twitter. Auch Nationalspieler Johannes Thiemann sieht die Idee positiv. «Bis jetzt war es natürlich schwer, sich immer wieder zu motivieren. Aber jetzt hat man wieder ein Ziel vor Augen», sagte der Center von Alba Berlin der dpa. Nun warten die Basketballer auf die Genehmigungen von Politik und Behörden. Auch wenn die Zuständigkeit nicht ganz klar scheint. «Wenn wir das mal wüssten», sagte Holz.

(L'essentiel/dpa)

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