EU-Kredite – Bei der EIB von der Krise keine Spur

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EU-KrediteBei der EIB von der Krise keine Spur

LUXEMBURG - Auch nach der Wirtschaftskrise hat die Europäische Investitionsbank (EIB) EU-Länder - darunter auch Luxemburg - unterstützt. 2011 dürfte die EIB nun ihr Kreditvolumen reduzieren.

Philippe Maystadt, Präsident der Europäischen Investitionsbank, ist mit der Bilanz des Krisenjahres 2010 zufrieden: 72 Milliarden Euro Hilfe an EU-Staaten.

Philippe Maystadt, Präsident der Europäischen Investitionsbank, ist mit der Bilanz des Krisenjahres 2010 zufrieden: 72 Milliarden Euro Hilfe an EU-Staaten.

AFP

Vor der Wirtschaftskrise hatte die Europäische Investitionsbank (EIB) Kredite in Höhe von 48 Milliarden Euro an verschiedene EU-Länder geliehen, um deren Projekte zu unterstützen. Doch danach war noch weitere Hilfe gefragt, damit sich die Länder schneller von der Krise erholen.

«Wir folgen den Empfehlungen der Europäischen Union. Sie hat uns gebeten, den Staaten eine zeitlich befristete Unterstützung zu leisten, damit die Krise schneller zu Ende geht», sagt EIB-Präsident Philippe Maystadt. 2011 werde die Bank ihr Kreditvolumen verringern.

ArcelorMittal und KMU in Luxemburg

Immerhin kann der EIB-Präsident mit dem vergangenen Jahr zufrieden sein: Die Europäische Investitionsbank hat 2010 72 Milliarden Euro für Kredite zur Verfügung gestellt. Verstärkt unterstützt wurden Länder wie Griechenland (zwei Milliarden Euro) und Portugal (1,5 Milliarden Euro). Das Geld floss jedoch nicht in die Bankenrettung.

Luxemburg erhielt 64,6 Millionen Euro. Damit wurden zum Beispiel Recherche-, Investitions- und technische Projekte von ArcelorMittal (15 Millionen Euro) unterstützt. Die EIB lieh kleinen und mittelständischen Unternehmen in Luxemburg Kredite in Höhe von 10 Millionen Euro.

L'essentiel Online mit Patrick Jacquemot

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