Vertikale Farm: Bei Emirates isst du ab sofort selbst angepflanztes Gemüse an Bord

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Vertikale FarmBei Emirates isst du ab sofort selbst angepflanztes Gemüse an Bord

Die Fluggesellschaft Emirates pflanzt neu in der größten vertikalen Indoor-Farm der Welt Blattgemüse an. Serviert wird das frische Grün auf ihren Flügen.

von
Laura Zygmunt
Die Unternehmen Emirates und Crop One haben in Dubai die weltweit grösste vertikale Indoor-Farm geschaffen.

Die Unternehmen Emirates und Crop One haben in Dubai die weltweit größte vertikale Indoor-Farm geschaffen.

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Findest du, dass die Mahlzeiten im Flugzeug immer ein wenig fad schmecken und nicht frisch sind? Dann wird dich das neueste Projekt von Emirates bestimmt interessieren. Das Cateringunternehmen der arabischen Airline hat in der Nähe des Flughafens von Dubai die weltweit größte vertikale Indoor Hydrokultur-Farm eröffnet. Diese heißt Bustanica und produziert jährlich mehr als eine Million Kilogramm Blattgemüse bei einer Wassereinsparung von 95 Prozent gegenüber der konventionellen Landwirtschaft.

Magst du das Essen im Flugzeug?

Entstanden ist die Farm in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Unternehmen Crop One, einem auf Technologie gestützten Vorreiter im Bereich vertikalem Indoor-Farming. Kostenpunkt der Investition in die Farm: Rund 40 Millionen Euro.

So funktioniert vertikales Indoor-Farming

Doch wie funktioniert die futuristisch anmutende Indoor-Farm überhaupt? Bustanica beruht auf fortgeschrittenen Technologien, wie unter anderem künstlicher Intelligenz, und wird von einem hochspezialisiertem Team von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Agronomie, Gartenbau sowie Ingenieur- und Pflanzenwissenschaften bewirtschaftet.

So sieht die Indoor-Farm in der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai von aussen aus.

So sieht die Indoor-Farm in der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai von außen aus.

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Das Clevere daran: Bei der Hydrokultur-Farm werden die Pflanzen nicht im Erdreich verwurzelt, sondern, wie es der Name schon sagt, im Wasser gezogen. Durch den geschlossenen Kreislauf zirkuliert das Wasser durch die Pflanzen und wird nach der Verdampfung zurückgewonnen und dem System wieder zugeführt. Dadurch spart die Indoor-Farm im Vergleich zum herkömmlichen Anbau im Freien 250 Millionen Liter pro Jahr.

In einer Hydrokultur-Farm werden die Pflanzen nicht in Erde gepflanzt, sondern wachsen in einem ausgeklügelten Wasserkreislauf.

In einer Hydrokultur-Farm werden die Pflanzen nicht in Erde gepflanzt, sondern wachsen in einem ausgeklügelten Wasserkreislauf.

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Außerdem kommen die Pflanzen auf diese Art nicht mit Chemikalien wie Pestiziden oder Herbiziden in Berührung und sind weder schlechten Wetterbedingungen noch Schädlingen ausgesetzt. Die jährlich angebauten eine Million Kilogramm Gemüse liefern pro Tage eine Ernte von 3000 Kilogramm Blattsalat, Rucola, Spinat und anderen Sorten.

Von der Indoor-Farm direkt auf den Teller

Reisende von Emirates Airlines und anderen Fluggesellschaften, welche ihre Menüs vom Catering der Emirates beziehen, können sich schon ab diesem Monat über das frische Grün auf ihren Tellern freuen. Doch die Produkte der Indoor-Farm Bustanica will nicht nur die Mahlzeiten in der Luftfahrt revolutionieren, sondern es auch in Zukunft in die Supermärkte der Vereinigten Arabischen Emirate schaffen. Geplant ist der Einstieg in die Produktion und den Verkauf von Obst und Gemüse.

Ein hochspezialisiertes Team aus Expertinnen und Experten diverser Fachrichtungen kümmert sich um die Anpflanzung und Bewirtschaftung von Bustanica.

Ein hochspezialisiertes Team aus Expertinnen und Experten diverser Fachrichtungen kümmert sich um die Anpflanzung und Bewirtschaftung von Bustanica.

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Gemäß Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum, dem CEO von Emirates Airlines and Group, läutet die vertikale Indoor-Farm eine neue Ära ein: «Die Vereinigten Arabischen Emirate stehen aufgrund begrenzter Anbauflächen und dem Klima vor besonders hohen Herausforderungen. Bustanica bietet uns eine nachhaltige sowie langfristige Lösung, von der unsere Kundinnen und Kunden in Form von frischen Produkten aus lokaler Produktion profitieren.» 

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