Krankenkasse – «Beiträge werden bis 2014 nicht steigen»
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Krankenkasse«Beiträge werden bis 2014 nicht steigen»

LUXEMBURG - Noch steht das Gesundheitssystem finanziell gut da. Doch die Prognosen sind schecht. Wie gespart werden soll? Bei Krankenhäusern und Medikamenten.

Teure Krankenhäuser entlasten, das ist ein Ziel bei der Suche nach Einsparungen im Gesundheitsbereich.

Teure Krankenhäuser entlasten, das ist ein Ziel bei der Suche nach Einsparungen im Gesundheitsbereich.

DPA

«Für 2013 und 2014 sind weder Beitragssteigerungen noch eine Minderung bei den Leistungen», stellte Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo (LSAP) im Rahmen eines Treffens der Gesundheits-Quadripartite am Mittwoch klar. Ausschlaggebend seien die ersten Folgen der Gesundheitsreform, erklärte der Minister. «Sie sorgt dafür, dass wir die Ausgaben stabil halten», erklärte Di Bartolomeo.

Nun komme es darauf an, die gute finanzielle Situation der Krankenkasse CNS zu nutzen, um schlechtere Zeiten vorzubereiten. Denn die Voraussagen sind schlecht: «Die Reserven schwinden von heute 313 Millionen auf 217 Millionen Euro im Jahr 2015», erklärt Carlos Pereira vom OGBL. Und ab dann dürfte die Krankenkasse jährlich 45 Millionen Euro Schulden einfahren.

Krankenhäuser entlasten

Um das Gesundheitssystem effizienter zu machen, sollen «Synergien» entstehen. So soll die Aufgabenverteilung zwischen «Maisons médicales» und Notaufnahmen besser geregelt werden, um die Krankenhäuser mit ihren Notfall-Stationen zu entlasten.

Denn diese sind zu teuer. «Die Ausgaben für die Kliniken entsprechen 40 Prozent des Gesamtbudgets der CNS», stellt Claude Schummer von der Vereinigung der Ärzte und Zahnärzte AMMD fest. «Die Fixkosten der Krankenhäuser sind in den vergangenen acht Jahren 7,7 Mal stärker gestiegen als die variablen Gesundheitskosten. Das ist Weltrekord», so Schummer weiter.

Generika kommen nicht flächendeckend

Auch die Generika standen auf der Tagesordnung: Diese günstigeren Varianten von Marken-Arzneien werden nicht – wie ursprünglich vorgesehen - pauschal eingesetzt. Nur Medikamente, bei denen die bisherigen Lizenzen abgelaufen und noch keine neuen Tarife festgesetzt wurden, sollen ersetzt werden.

(sb/L'essentiel Online mit Pa.T.)

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