Medikamente am Flughafen – Bekommt der Findel eine Apotheke?

Publiziert

Medikamente am FlughafenBekommt der Findel eine Apotheke?

LUXEMBURG - Die Idee, eine Apotheke am Flughafen Findel zu eröffnen, wird derzeit erwogen. Aber die Eröffnung könnte auf sich warten lassen.

Die Eröffnung einer Apotheke im Flughafenterminal Findel ist in Planung. Ob das Projekt aufgeht, hängt jedoch von der Genehmigung des Gesundheitsministeriums ab.

Die Eröffnung einer Apotheke im Flughafenterminal Findel ist in Planung. Ob das Projekt aufgeht, hängt jedoch von der Genehmigung des Gesundheitsministeriums ab.

Editpress

Apotheken gibt es heutzutage schon an Flughäfen in Brüssel, München oder London. Am Findel gibt es noch keine, aber das könnte sich bald ändern.

«Es gibt einen Interessenten dafür, aber bisher ist das Projekt wirklich im Anfangstadium. Wir sind in der Ausarbeitungsphase, unterschrieben ist noch nichts», sagt Fernand Brisbois, Direktor des Flughafenbetreibers lux-Airport. «Wir haben nichts dagegen, aber wir müssen die Machbarkeit prüfen.»

Demnach hängt alles von der Entscheidung des Gesundheitsministeriums ab, das allerdings noch keinen Antrag bekommen hat. «Das Ministerium ist zuständig für die Entscheidung, ob die Eröffnung einer neuen Apotheke genehmigt wird oder nicht», erklärt Marcel Bruch von der Abteilung Apotheken und Arzneimittel im Ministerium.

Eine Entscheidung, die zuvor mit der betreffenden Gemeinde und dem Gesundheitsrat abgesprochen werden und zudem bestimmten geografische und demografische Kriterien erfüllen muss.

Kritische Masse in Frage gestellt?

«Wir brauchen ein kohärentes Netz. Wir haben ungefähr eine Apotheke auf 5500 Einwohner. Diese müssen für alle zugänglich sein und weniger als fünf Kilometer von den Patienten entfernt liegen», sagt Marcel Bruch.

Momentan fehlen im Land einige Apotheken: Es gibt 93, eigentlich sollten es 100 sein. Von einer Apotheke am Flughafen ist Marcel Bruch nicht überzeugt: «Ich weiß nicht, ob der Flughafen über die nötige kritische Größe verfügt. Reisende denken normalerweise daran, vor der Abreise benötigte Medikamente zu kaufen. Wir haben bereits darüber nachgedacht, in Passagen von Einkaufszentren Apotheken zu eröffnen, aber wir wollen die Apotheken nicht derart eingrenzen. Möglich ist aber alles, solange das Verfahren befolgt wird.»

(L'essentiel Online/Jérôme Wiss)

Deine Meinung