Grenzöffnung – Belgier müssen an der Grenze wieder umkehren
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GrenzöffnungBelgier müssen an der Grenze wieder umkehren

LONGWY – Belgier, die nach Frankreich fahren wollten, mussten wegen mangelnder Koordination zwischen den beiden Ländern umkehren.

Belgier mussten an der französischen Grenze wieder umkehren.

Belgier mussten an der französischen Grenze wieder umkehren.

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Die Ankündigung mehrerer Länder, die Grenzen wieder zu öffnen, wurde von vielen Menschen in den Grenzgebieten als Erleichterung empfunden. Viele Belgier nahmen die Ankündigung, dass nun Reisen ins Ausland erlaubt seien, zum Anlass, nach Frankreich zu fahren. Doch zu ihrem großen Erstaunen wurden sie an der Grenze von französischen Polizisten zurückgeschickt, wie die Medien des Landes berichten. «Die Belgier durften bisher nicht ohne Grund auf französisches Territorium einreisen», bestätigte ein Sprecher der Grenzpolizei (PAF) in Mont-Saint-Martin.

Während Reisen nach Luxemburg nach der Ankündigung von Jean Asselborn, dem luxemburgischen Außenminister, möglich sind, ist dies für Frankreich nicht der Fall. Die Reise von einem Land in das andere erfordert die Zustimmung beider betroffenen Länder. Frankreich genehmigt jedoch grenzüberschreitende Fahrten nur mit einem wichtigen Grund (Arbeit, Gesundheit usw.).

Auf französischer Seite wurde zwar eine Lockerung angekündigt. Diese tritt aber erst am Dienstag, den 2. Juni, in Kraft. Darüber hinaus gilt sie nur für französische Staatsangehörige, die in Belgien leben und im Besitz einer Ausnahmegenehmigung sind. Eine vollständige Wiedereröffnung wird für den 15. Juni erwogen. «Vor diesem Datum bleiben die Beschränkungen in Kraft», sagt der PAF-Sprecher. Bei RTL Belgien räumte der belgische Außenminister Philippe Goffin ein Kommunikationsproblem ein: «Wir hätten klarer und präziser sein müssen».

(jg/L'essentiel)

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