Bahnverkehr – Belgier pendeln bald billiger nach Luxemburg

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BahnverkehrBelgier pendeln bald billiger nach Luxemburg

ARLON/LUXEMBURG – Im Bahnverkehr zwischen Belgien und Luxemburg sinken ab Dezember die Preise. Grenzgänger mit Monatsabo dürfen zudem die Park-and-Ride-Plätze gratis nutzen.

François Bausch (l.) und François Bellot einigten sich auf neue Tarife im Bahnverkehr zwischen Arlon und Luxemburg.

François Bausch (l.) und François Bellot einigten sich auf neue Tarife im Bahnverkehr zwischen Arlon und Luxemburg.

Editpress/Jean-Claude Ernst

Die für Transport zuständigen Minister François Bellot (Belgien) und François Bausch (Luxemburg) haben am Montag in Arlon ein neues Übereinkommen im Bahnverkehr unterzeichnet. Demnach dürfen Grenzgänger mit Bahnabo künftig gratis an den Bahnhöfen in Belgien parken. Zudem sinkt der Preis für die Monatskarte auf der Strecke zwischen Belgien und Luxemburg um 13 Euro, auch die Jahreskarte gibt es künftig billiger. Die Änderungen treten am 1. Dezember in Kraft.

«Die Monatskarte zwischen Arlon und Luxemburg wird 80 Euro kosten», erklärte Bellot. «Umgerechnet zwei Euro pro Tag zu bezahlen, um in 20 Minuten 30 Kilometer im Zug zurückzulegen, ist sicher interessanter, als allein als Autofahrer im Stau zu sehen.»

Nur wenige Bahnfahrer

In Luxemburg arbeiten derzeit an die 40.000 belgische Grenzgänger. Aber nur 2000 von ihnen nehmen den Zug, um zur Arbeit zu fahren. «Unser Ziel ist es, diese Zahl durch den attraktiveren Tarif zu verdoppeln und die grenzüberschreitende Steuer von 13,50 Euro zu kippen», meinte der belgische Minister.

Der Steuerausfall in Höhe von 300.000 Euro wird dafür von Luxemburg übernommen. Im Gegenzug verpflichtet sich Belgien, den Abonnenten kostenlose Parkplätze zur Verfügung zu stellen. «In Arlon stehen bereits 600 Plätze zur Verfügung und es gibt noch Raum für Erweiterungen», betonte Sophie Dutordoir, die neue Vorstandsvorsitzende der belgischen Bahn SNCB. Der künftige Park-and-Ride in Viville wird jedoch erst 2021 das Licht der Welt erblicken.

(Frédéric Lambert/L'essentiel)

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