Kritik an Franzosen – Belgier schimpfen über «Anti-Fußball»
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Kritik an FranzosenBelgier schimpfen über «Anti-Fußball»

Der erste WM-Finalist heißt Frankreich. Das stößt zwei belgischen Nationalspielern sauer auf: Thibaut Courtois und Eden Hazard.

Die Belgier haben nach dem verlorenen Halbfinale gegen Frankreich nicht viel für ihre Nachbarn übrig. Ein pikantes Zitat von Torhüter Thibaut Courtois nach der Partie macht am Tag danach die Runde: «Sie haben einfach nur Anti-Fußball gespielt.»

Der Torhüter vom FC Chelsea erzählte der belgischen Zeitung «Het Nieuwsblad» noch andere Dinge über die Franzosen. Etwa, dass ihr Spiel nicht schön anzuschauen sei oder sie nicht besser gewesen seien als seine Equipe.

Hazard legt nach

Auch der Captain und Leitwolf der Belgier hatte nicht viel für die Spielweise der Franzosen übrig. Eden Hazard: «Frankreich hat nur verteidigt. Ich bin enttäuscht, wir haben mehr als das verdient.» Der 27-jährige Chelsea-Profi setzte gar noch einen oben drauf: «Lieber verliere ich mit diesem Belgien als mit diesem Frankreich zu gewinnen.»

Das erste Fazit von Coach Roberto Martinez fiel nüchterner aus. «Es war ein enges Spiel und es gab nicht viele große Momente. Und am Ende hat ein Standard den Unterschied gemacht.»

Pogba widmet Sieg den Jungen in Thailand

Die Franzosen feierten. Paul Pogba hat den Halbfinal-Sieg den aus der Höhle in Thailand geretteten Jungen gewidmet. «Dieser Sieg geht an die Helden des Tages. Gut gemacht Jungs, Ihr seid so stark», schrieb Pogba am Abend bei Twitter. Die zwölf Jungen und ihr Trainer waren mehr als zwei Wochen in einer überschwemmten Höhle in Thailand eingeschlossen, in die sie sich am 23. Juni nach dem Training hineingewagt hatten. Nach einer dreitägigen dramatischen Rettungsaktion wurden gestern die letzten der Eingeschlossenen befreit.

Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte die jungen Fußballer eingeladen, nach ihrer Rettung das WM-Finale in Moskau zu besuchen. Für die Reise sind sie aber noch zu geschwächt.

(L'essentiel//sda)

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