Für therapeutische Zwecke – Belgier wollen tonnenweise Cannabis anbauen
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Für therapeutische ZweckeBelgier wollen tonnenweise Cannabis anbauen

Bei der Stadt Limburg will ein belgisches Unternehmen rund 5000 Kilogramm Cannabis pro Jahr auf 15 Hektar produzieren. Eine Genehmingung dafür steht aber noch aus.

In Belgien könnte die erste legale Cannabis-Plantage in Kontinentaleuropa entstehen.

In Belgien könnte die erste legale Cannabis-Plantage in Kontinentaleuropa entstehen.

AFP

In Belgien entsteht nach Informationen der Zeitung L'Echo offenbar eine riesige Cannabis-Plantage. Nahe der Stadt Limburg will das Unternehmen Rendocan auf einer 15 Hektar großen Fläche pro Jahr rund 5000 Kilogramm Cannabis für therapeutische Zwecke produzieren. Steven Peters, der Chef der Firma, sagt: «Die Pläne für den Bau des Forschungszentrums und der Plantage sind bereits ausgearbeitet und die Anträge auf Betriebsgenehmigungen sind gestellt. Sobald wir grünes Licht von den Behörden bekommen, können wir loslegen.»

Bis zur ersten Ernte könnte es in Limburg nicht mehr lange dauern: Das belgische Gesetz verbietet zurzeit zwar noch den Anbau von therapeutischem Cannabis, wird aber aller Voraussicht nach von Maggie De Block, der belgischen Bundesministerin für Soziales und Gesundheit, geändert. Wenn das Unternehmen tatsächlich Cannabis anbauen darf, wäre das eine Premiere in Kontinentaleuropa. Der deutsche Markt wäre schnell im Visier von Rendocan.

Der Verkauf von Cannabis-Produkten in Apotheken ist bereits in 16 europäischen Ländern erlaubt. Die Präparate können bei der Bekämpfung von Schmerzen, Übelkeit, Angst oder Unruhe (beispielsweise Krebspatienten) helfen. In Luxemburg ist laut einer aktuellen Studie die Mehrheit der Einwohner für die vollständige Legalisierung von Cannabis. Ein Gesetz zur Zulassung von therapeutischem Cannabis ist hierzulande in Vorbereitung.

(fl/L'essentiel)

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