Spionage – Belgische AKWs im Visier von Terroristen?
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SpionageBelgische AKWs im Visier von Terroristen?

Terroristen der Pariser Anschläge haben offenbar den Leiter des belgischen Forschungs- und Entwicklungsprogramm für Kernenergie mit einer Kamera ausspioniert.

Verdächtige, die in Verbindung mit der Pariser Terrorzelle standen, ahben sich offenbar für belgische Atomkraftwerke interessiert.

Verdächtige, die in Verbindung mit der Pariser Terrorzelle standen, ahben sich offenbar für belgische Atomkraftwerke interessiert.

AFP

Der Leiter des Forschungs- und Entwicklungsprogramms für belgische Kernenergie stand höchstwahrscheinlich unter Überwachung der Pariser Terrorzelle. Das berichtet am Mittwoch die belgische Tageszeitung DH und beruft sich auf eine in Belgien eröffnete Untersuchung und auf «sehr gute Quellen». Demnach gebe es ein Video von der Dauer von etwa zehn Stunden aus dem Monat Dezember. In dem Video sehe man Bilder einer Kamera, die «sehr genau auf die Tür einer Wohnung in Flandern gerichtet» war. Die Wohnung des Leiters des belgischen Forschungs- und Entwicklungsprogramm für Kernenergie.

Aufgezeichnet wurde von der Kamera, sie war «im Wald unter Stroh» versteckt, das Kommen und Gehen des Leiters. Die Bilder sollen zwei Verdächtige aufgezeichnet haben, welche «mit der Terrorzelle von Paris in Verbindung» standen.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Atomkraftwerke der Großregion zur Zielscheibe rätselhafter Überwachungen werden: Im Oktober 2014 waren unbekannte Dronen über das sich im Rückbau befindende AKW bei Creys-Malville und über das lothringische Cattenom geflogen. Der Überflug habe «weder für die Sicherheit noch für das Funktionieren der Installationen Konsequenzen», hieß es allerdings damals in der offiziellen Mitteilung der EDF.

(NC/L'essentiel)

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