«Doctor Strange»-Star: Benedict Cumberbatch interessieren keine Filmkritiken – «es bringt nichts!»

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«Doctor Strange»-StarBenedict Cumberbatch interessieren keine Filmkritiken – «es bringt nichts!»

Für Marvel-Fans hat die Wartezeit endlich ein Ende: «Doctor Strange in the Multiverse of Madness» startet in den Luxemburger Kinos. Der Hauptdarsteller im Interview.

von
Sabeth Vela
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Schauspieler Benedict Cumberbatch ist zurück auf der großen Leinwand.

Schauspieler Benedict Cumberbatch ist zurück auf der großen Leinwand.

REUTERS
Am 4. Mai startet sein neuer Film «Doctor Strange in the Multiverse of Madness» in den Luxemburger Kinos.

Am 4. Mai startet sein neuer Film «Doctor Strange in the Multiverse of Madness» in den Luxemburger Kinos.

AFP

Anfang der Woche fand die Weltpremiere von «Doctor Strange in the Mulitverse of Madness» in Los Angeles statt. Nun startet der Film in den Kinos. Nach all den Jahren im Business – wie geht es dir dabei?

Am Tag der Premiere ist es nervenaufreibend, im Publikum seines eigenen Filmes zu sitzen. Man denkt ständig: «Oh, hoffentlich kommt er gut an.»

Bist du denn noch nervös?

Aufgrund der vielen Reisen und Termine ist man ständig erschöpft und hat kaum Zeit, wirklich nervös zu sein. Für mich ist eine Filmpremiere im Vergleich zu einem Theaterstück, das ich für zwei Stunden vor Live-Publikum aufführe, sowieso nur halb so schlimm.

Machst du dir viele Gedanken über die Meinung des Publikums?

Jein. Klar, ich spiele die Rolle des Doctor Strange, es gibt jedoch so viele externe Einflüsse auf diesen Film, auf die ich keinen Einfluss habe. Ich bin weder der Drehbuchautor noch der Regisseur. Ich versuche lediglich, die beste Version von Doctor Strange zu verkörpern. Wenn ich meinen Teil gemacht habe, kann ich zufrieden sein.

Und bei Kritikerinnen und Kritikern?

Ich lese kaum noch Kritiken oder Reviews – schon gar nicht nach der Premiere. Es bringt nichts, da der Film fertig ist und nichts mehr geändert werden kann. Natürlich kann man für weitere Projekte und weiterführende Charakter wie Doctor Strange dazulernen, ich versuche mich aber, nicht wie früher, stressen zu lassen. Daher mein Tipp: Eine tolle Premiere haben und danach richtig gut schlafen (lacht).

Schläfst du während der Arbeiten an einem Film etwa nicht genug?

Für Doctor Strange verbrachte ich viel Zeit im Fitnessstudio. Die Trainings fanden morgens zwischen 3.30 und vier Uhr statt, danach war ich zehn Stunden am Set. Natürlich sollte man acht Stunden schlafen, doch während der Dreharbeiten war das selten der Fall.

Gab es noch andere Vorbereitungen?

Viel schwimmen und Mental-Training. Ich habe Wim-Hof-Atemübungen gemacht – und ja, ich versuchte, früher ins Bett zu gehen (lacht).

Was hast du mit  Doctor Strange gemein?

Ich bin – wie er – ziemlich obsessiv, wenn es um meine Arbeit geht. Ich verliere mich manchmal in dem Gedanken, dass ich alles selbst tun muss, und versuche immer einen besseren oder schnelleren Weg zu finden, um das zu erreichen, was ich will. 

Das sind ja alles schlechte Eigenschaften.

Stimmt (lacht). Ich denke, wir teilen uns auch den guten Humor, wobei ich nicht ganz so sarkastisch bin. Und ich bin etwas netter.

«Doctor Strange in the Multiverse of Madness» wurde während der Pandemie gedreht. Hat es die Dreharbeiten stark beeinflusst?

Ja, wir konnten nicht in New York drehen, wo die Handlung eigentlich spielt. Viele Szenen wurden daher im Greenscreen in England gefilmt. Es ist verrückt, was für eine Vielfalt von Details man damit hinbekommt. Wenn ich den Film dann erstmals sehe, bin ich stets überrascht, wie sich der Regisseur die Szene eigentlich vorgestellt hat. Greenscreen hat jedoch auch Nachteile. Irgendwann muss man wieder aus seiner Bubble raus und wieder in die Sonne.

«Doctor Strange in the Multiverse of Madness» läuft ab 4. Mai 2022.

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