Luxemburg – Beratungsfirma EY legt glänzende Bilanz vor

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LuxemburgBeratungsfirma EY legt glänzende Bilanz vor

LUXEMBURG – Bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY laufen die Geschäfte wie am Schnürchen. Das hängt auch mit China und Großbritannien zusammen.

Alain Kinsch blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

Alain Kinsch blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

Die Unternehmensberater von EY Luxembourg haben im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 197 Millionen Euro erzielt. Das Unternehmen verzeichnete bis 30. Juni 2017 das stärkste Wachstum in vier Jahren (+10,6 Prozent). «Es war ein außergewöhnlich gutes Jahr, wir sind über dem Ziel von acht Prozent gelandet. Wir sind außerdem zufrieden, dass wir innerhalb der vergangenen fünf Jahre um 50 Prozent gewachsen sind», sagte Alain Kinsch, Country Managing Partner von EY. Dabei kommt der Unternehmensberatung auch das gute wirtschaftliche Umfeld in Luxemburg zugute.

Bei allen drei Geschäftsbereichen von EY Luxembourg leuchtet ein grünes Plus auf. In den Sparten «Audit» und «Assurance» entspricht der Zuwachs den Resultaten der vergangenen acht Jahre (+10,2 Prozent). Der steigende Beratungsbedarf der Unternehmen erklärt sich durch neue Gesetzesvorschriften und die Digitalisierung. Auch die wachsende Präsenz von chinesischen Investoren in Luxemburg lässt bei EY die Kassen klingeln. Ein weiterer Faktor ist der Brexit. «Es gibt neue Firmen, die sich niederlassen, sich verstärken oder weiter entwickeln», sagt EY-Partner Bernard Lhoest, zuständig für die Sparte «Services». Insgesamt stieg der Umsatz in diesem Firmensegment um 16,7 Prozent. «Wir stellen eine starke Entwicklung in der Robotik fest, das ist bereits eine Realität. Ziel ist es, die Produktivität sowohl bei Verwaltungsaufgaben im Finanzsektor als auch in der Industrie zu steigern», sagt Olivier Maréchal, zuständig für «Financial Services Advisory»

Auch die Steuerabteilung zieht sich sehr ordentlich aus der Affäre – 9,3 Prozent Plus innerhalb eines Jahres. Auch die neue Sparte «Transactions» läuft auf Hochtouren. Kinsch: «Auf dem luxemburgischen Markt gibt es wieder mehr Verkäufe, Übernahmen und Fusionen. Wir begleiten unsere Mandanten bei den Verhandlungen über die Transaktion, bei der Analyse des zu übernehmenden Unternehmens, bei der Preisberechnung und so weiter.» Vor drei Jahren mit zwei Experten gestartet, beschäftigt die Abteilung heute etwa zwanzig Mitarbeiter.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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