Erste Frau auf dem Everest – Bergsteiger-Legende Junko Tabei ist tot

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Erste Frau auf dem EverestBergsteiger-Legende Junko Tabei ist tot

Als erste Frau der Welt stand sie auf dem Gipfel des Mount Everest, jetzt ist die Japanerin Junko Tabei im Alter von 77 Jahren gestorben.

Wurde nach ihrer Besteigung des Everest weltberühmt: Die Japanerin Junko Tabei nimmt in Kathmandu ein Geschenk entgegen. (Mai 2003)

Wurde nach ihrer Besteigung des Everest weltberühmt: Die Japanerin Junko Tabei nimmt in Kathmandu ein Geschenk entgegen. (Mai 2003)

Mit ihrer unbändigen Lebenslust und ihrem Tatendrang war Junko Tabei für viele Japanerinnen und Japaner ein Vorbild. «Die Quelle meiner Energie ist, dass ich mir ein Ziel nach dem anderen vornehme», sagte sie noch im vergangenen Jahr zum 40. Jahrestag ihrer Everest-Besteigung.

In ihrem Büro in Tokio hängt das Foto, das ihr nepalesischer Sherpa von ihr auf dem Dach der Welt schoss und das sie über Nacht zur Legende machte: Der Moment, als sie am 16. Mai 1975 als erste Frau der Welt auf dem Gipfel des 8848 Meter hohen Mount Everest stand.

Tabei starb nach Angaben japanischer Medien am Donnerstag in einem Krankenhaus außerhalb der Hauptstadt Tokio an Krebs. Sie wurde 77 Jahre alt.

Trotz Krebsleiden in den Bergen

Obwohl die Japanerin in den vergangenen Jahren immer wieder gegen die Krankheit. Trotzdem stieg sie weiter mit Freude und Lebenslust auf Berge im In- und Ausland.

So kletterte sie seit 2012 alljährlich mit Jugendlichen aus ihrer ein Jahr zuvor von einem Erdbeben und Tsunami verwüsteten Heimatregion im Nordosten auf Japans höchsten Berg, den Fuji.

Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, Tabei habe Gipfel in mehr als 60 Ländern erklommen

Vorbild für Kinder

In Folge der Katastrophe war es im Atomkraftwerk in der Provinz Fukushima, woher auch Tabei stammt, zu einer Katastrophe gekommen. Sie nahm die Kinder aus der Katastrophenregion mit auf den 3776 Meter hohen Fuji, um ihnen Mut und Selbstvertrauen zu geben.

Bei ihrem letzten Anstieg im Juli diesen Jahres verließen sie jedoch auf halbem Weg die Kräfte. Doch auch dabei behielt sie ihr stets fröhliches Lächeln und spornte die Kinder weiter an.

(L'essentiel/kko/sda)

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