Sozialdienst beendet – Berlusconi will weiter mit Kranken arbeiten

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Sozialdienst beendetBerlusconi will weiter mit Kranken arbeiten

Der italienische Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi will auch nach dem Ende seines Sozialdienstes weiter im Altersheim tätig sein. Es sei eine «bewegende Erfahrung» gewesen.

«Die Begegnungen in der Sacra Famiglia in Cesano Boscone, die mit den Kranken verbrachte Zeit, mit den Freiwilligen, mit den Mitarbeitern, waren eine bewegende Erfahrung», sagte der 78-Jährige laut der Nachrichtenagentur Ansa kurz vor dem Ende seines Sozialdienstes in dem Seniorenheim am Freitag. «Deshalb möchte ich diese Erfahrung und dieses Engagement fortsetzen.»

Der Milliardär fügte an: «Ich denke, dass die Politik viel von der Menschlichkeit und der Hingabe derjenigen lernen könnte, die sich freiwillig und großzügig der Pflege von Kranken widmen.»

Bilanz sei «absolut positiv»

700 Patienten leben in dem von der katholischen Stiftung «Sacra Famiglia» verwalteten Altersheim, viele sind Alzheimer-Kranke. Mehrere ehrenamtliche Helfer sind hier täglich im Einsatz. Sie sorgen bei den Patienten für Unterhaltung mit Spielen und Musiktherapie.

Zeitungen veröffentlichten Bilder von Berlusconi, der für die Kranken Klavier spielte. Der Generaldirektor des Instituts, Paolo Pigni, erklärte, die Bilanz von Berlusconis Sozialdienst im Altersheim sei «absolut positiv». «Wir haben uns mit einem Händedruck verabschiedet», berichtete Pigni.

Berlusconi war im August 2013 wegen Steuerbetrugs zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Er konnte seine auf ein Jahr reduzierte Strafe aber seit Mai vergangenen Jahres mit dem Sozialdienst in der Einrichtung für Alzheimer-Kranke bei Mailand ableisten. Am Sonntag endet Berlusconis Sozialdienst, der wegen guter Führung um 45 Tage verkürzt wurde.

(L'essentiel/sda)

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