Mängel am Haus – Beschwerden gegen Pfusch am Bau nehmen zu

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Mängel am HausBeschwerden gegen Pfusch am Bau nehmen zu

LUXEMBURG - Immer mehr Mieter und Besitzer leiden unter Mängeln auf dem Bau. Unter Druck arbeiten viele Baufirmen schludrig. Opfer können sich wehren.

Die Zahl der Beschwerden wegen Pfusch am Bau hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen.

Die Zahl der Beschwerden wegen Pfusch am Bau hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen.

Die Baustelle lag wochenlang still, nun ist Wasser in das Bauwerk gedrungen und hat Schäden hinterlassen. Das ist einem Düdelinger passiert, der sein Haus vergrößern lassen wollte. Der Besitzer fühlt sich hilflos, weil in den Verträgen mit dem Bauunternehmer kein Liefertermin vereinbart wurde.

«Möglichst viele Verträge auf einmal»

«Baufirmen tendieren dazu, möglichst viele Aufträge auf einmal anzunehmen», weiß die Verbraucherberatung des ULC. So lassen sich Baustellen erklären, die entweder ewig stillliegen oder voreilig abgeschlossen werden.
Darauf folgen jede Menge Beschwerden gegen Bauunternehmer, die bei den Verbraucherschützern landen.

1248 Fälle aus dem Bauwesen hat die ULC im vergangenen Jahr aufgenommen. Das bedeutet einen Anstieg der Beschwerden um fast 14 Prozent innerhalb eines Jahres.

Welche Rechte hat der Geschädigte?

Doch der Betroffene hat mehr Rechte als er oft glaubt: Selbst wenn, wie im ersten Fall, in den Verträgen kein Datum für die Fertigstellung vorgesehen ist, dann «darf der Kunde trotzdem eine Fertigstellung in einem angemessenen zeitlichen Rahmen erwarten», heißt es beim Verbraucherschutz.

In einem solchen Fall sollte der Betroffene ein Einschreiben mit der Beschwerde an den Unternehmer senden und darin die Fertigstellung der Arbeiten fordern. Bleiben alle Fortschritte aus, kann im letzten Schritt ein Gericht den geschlossenen Vertrag mit einer Baufirma für nichtig erklären.

(L'essentiel Online/Séverine Goffin)

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