«Saturday Night Live» – Beste Comedyshow der USA wird 40

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«Saturday Night Live»Beste Comedyshow der USA wird 40

Kein Superstar, der sich nicht für «Saturday Night Live» zum Affen gemacht hat. Seit 40 Jahren steht die Show für höchste Comedy-Qualität.

«Saturday Night Live» ist die Mutter aller Late-Night-Shows. «RTL Samstag Nacht», aber auch Stefan Raabs «TV Total» nahmen sich die US-Show zum Vorbild. Gestern Abend feierte die Sendung mit riesigem Staraufgebot ihren 40. Geburtstag. Paul McCartney (72), Komiker Steve Martin (69) und Justin Bieber (20) folgten der Einladung von Moderator Jimmy Fallon (40).

Das Highlight war aber definitiv der Sketch, in dem der 93-jährige «Golden Girls»-Star Betty White und Hollywood-Beau Bradley Cooper (40) rumknutschten.

«Saturday Night Live» steht seit vier Jahrzehnten für hochstehende, kontroverse und politische Comedy. Seit Bestehen der Show wurden 779 Episoden abgedreht. 40 Emmys konnten die Macher in dieser Zeit einheimsen. Eine beeindruckende Anzahl von Stars begannen ihre Karriere bei «SNL»: Bill Murray, Chevy Chase, Billy Crystal, James Belushi, Dan Aykroyd, Steve Martin, Chris Farley, Eddie Murphy, Jimmy Fallon, Mike Myers, Chris Rock, Tina Fey und Will Ferrell sind nur einigen der wohlklingenden Namen.

Sex und Kokain hinter Kulissen

So derbe und gnadenlos es vor den Kameras zu- und herging, so frivol trieben es die «SNL»-Macher hinter der Bühne. Die Legende spricht von Gruppensex und Kokain-Exzessen der Redaktion. Das ist lange vorbei. Heute ist «Saturday Night Live» vergleichsweise brav geworden. Tina Fey, eine der erfolgreichsten Sketch-Autorinnen der Show, beklagte sich in der Vanity Fair über die neue Biederkeit: «Die Siebzigerjahre und das 21. Jahrhundert sind so verschieden», klagt sie und erklärt auch gleich warum. «Es gibt keine Drogen und keinen Sex mehr in der Show.»

Trotzdem wagen sich die Macher immer wieder an heikle Themen und schaffen es wie keine zweite Sendung, die größten Stars im Business für ihre Sketches zu verpflichten. Bestes Beispiel dafür ist «Djesus Uncrossed» mit Christopher Waltz, Samuel L. Jackson und Brad Pitt in den Hauptrollen.

(L'essentiel/lme)

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