Dickes Umsatzplus – «Bestes Jahr seit sechs Jahren» für EY

Publiziert

Dickes Umsatzplus«Bestes Jahr seit sechs Jahren» für EY

LUXEMBURG – Die Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft verzeichnete 2017 ein Umsatzplus von 10,9 Prozent. Alle Geschäftsbereiche haben sich weiterentwickelt.

Alain Kinsch (Mitte), Country Managing Partner von EY Luxemburg, weist darauf hin, dass das Unternehmen vor allem von einer besser gewordenen Wirtschaft profitiert hat.

Alain Kinsch (Mitte), Country Managing Partner von EY Luxemburg, weist darauf hin, dass das Unternehmen vor allem von einer besser gewordenen Wirtschaft profitiert hat.

L'essentiel

Die positive Dynamik der luxemburgischen Wirtschaft hat EY Luxemburg sehr gut getan. Mit einem Umsatzplus von 10,9 Prozent verzeichnete die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft «das beste Jahr seit sechs Jahren», freut sich Country Managing Partner Alain Kinsch. «Wir haben uns sicherlich gut geschlagen, aber wir profitieren natürlich auch von einer günstigen Wirtschaftslage. Die Ergebnisse werden wahrscheinlich bei anderen Unternehmen der Branche ähnlich sein».

Nicht alle Geschäftsbereiche der Firma haben das gleiche Wachstum verzeichnet. Der Audit-Sektor ist «außergewöhnlich», schwärmt Alain Kinsch. «Elf Prozent sind wirklich viel. Ein Ergebnis, das vor allem auf die Diversifikation zurückzuführen ist. Die Hälfte der Prüfungstätigkeit von EY Luxemburg betrifft den nichtfinanziellen Sektor, insbesondere Industrie, Handel und KMU. «Das ist eine Besonderheit in Luxemburg. Wir arbeiten nicht nur für die ganz Großen», sagt Alain Kinsch. Zu den wichtigsten Kunden von EY Luxemburg gehört die Prüfung der Spuerkeess und der CFL.

Ein Brexit-Effekt

Ein weiterer Erfolg der Firma ist, dass das Beratungsgeschäft im vergangenen Jahr um 26 Prozent gewachsen ist. Viel davon geht zurück auf den Brexit-Effekt und die damit verbundenen «zahlreichen Anträge auf Verlagerung von Betriebsplattformen nach Luxemburg», erklärt Alain Kinsch. Die Beratung macht jedoch «nur einen sehr kleinen Prozentsatz unserer Tätigkeit aus. Aber es verspricht starke Wachstumschancen für die Zukunft». Leicht enttäuscht zeigt sich Kinsch vom Steuergeschäft, das «lediglich» um 6,6 Prozent wuchs. «Da hatten wir auf ein besseres Ergebnis gehofft. Aber es spiegelt die Veränderung des Finanzplatzes mit neuen Regelungen in diesem Bereich wider», so Alain Kinsch abschließend.

EY bleibt auch auf dem Arbeitsmarkt besonders dynamisch. Im Jahr 2018 wurden und werden rund 400 Mitarbeiter in einem Umfeld mit relativ hoher Fluktuation eingestellt. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft plant, im Jahr 2019 rund 1400 Mitarbeiter zu beschäftigen.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

Deine Meinung