Unfall in Schengen – «Besucher des Museums hatten Riesenglück»

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Unfall in Schengen«Besucher des Museums hatten Riesenglück»

SCHENGEN - Im Europamuseum Schengen ist gestern Abend eine mehrere hundert Kilogramm schwere Zwischendecke eingestürzt. Drei Besucher blieben wie durch ein Wunder unverletzt.

Das Europamuseum Schengen wurde 2010 errichtet.

Das Europamuseum Schengen wurde 2010 errichtet.

Flickr/Adam Burt

Im Europamuseum Schengen ist Dienstagabend eine mehrere hunderte Kilogramm schwere Zwischendecke auf einer Fläche von 40 Quadratmetern zu Boden gestürzt. Eine entsprechende Meldung der Zeitung Le Quotidien wurde L'essentiel von einem Vertreter der Feuerwehr Schengen bestätigt. Der Unfall sei um 18:15 Uhr passiert, verletzt wurde zum Glück niemand.

Drei Personen, die sich zum Zeitpunkt des Einsturzes im Saal oder zumindest in der Nähe befanden, hatten «Riesenglück», wie ein Feuerwehrmann erzählt. Die Zwischendecke war auf einmal krachend zu Boden gefallen, der aufgewirbelte Staub verteilte sich daraufhin im Museum. «Es erinnerte mich an den Knall in Brüssel», schreibt eine Besucherin auf Facebook, die zum Zeitpunkt des Einsturzes im Museum war. Ein Verantwortlicher des Museums sei durch einen Glassplitter im Gesicht verletzt worden.

Bis auf Weiteres geschlossen

Die Feuerwehr aus Schengen führte nach dem Einsturz die notwendigen Sicherungsmaßnahmen durch. Unter anderem wurde der Strom ausgeschaltet. Bei dem Einsturz könnten auch PCs beschädigt worden sein, wie der Sprecher sagt. Der Schaden dürfte beträchtlich sein. Wie die Decke einstürzen konnte, das muss jetzt ein Sachverständiger klären. Das Museum bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

Das europäische Museum Schengen wurde am 13. Juni 2010, 25 Jahre nach der Unterzeichnung des Schengener Abkommens, eingeweiht. Es gehört zu drei Vierteln dem Staat Luxemburg und zu einem Viertel der Kommune. Bürgermeister Ben Homan sagt auf Anfrage, dass die «Administration des bâtiments publics» vor Ort sei, um sich einen Überblick über den Schaden zu verschaffen.

(jt/L'essentiel)

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