Handelsstreit – Bettel befürchtet «Eskalation» mit den USA

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HandelsstreitBettel befürchtet «Eskalation» mit den USA

LUXEMBURG – Die europäische Antwort auf die US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte könnte zu einem «Wettkampf» führen.

Luxemburg werde sich nicht gegen Sanktionen sperren, dennoch will Premierminister Xavier Bettel eher auf Deeskalation setzen.

Luxemburg werde sich nicht gegen Sanktionen sperren, dennoch will Premierminister Xavier Bettel eher auf Deeskalation setzen.

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«Auch wenn es wichtig ist zu reagieren» solle die wirtschaftliche Erholung in Europa nicht durch einen transatlantischen Handelskrieg gefährdet werden, sagte der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP.

«Wir sind in einer Situation, in der wir einen Wettkampf vom Zaun brechen, der zu nichts Gutem führen wird», sagt Bettel. «Niemand wird davon profitieren, wenn er die Wirtschaft des anderen schwächt. Wir haben eine Wirtschaft, die sich in Europa und weltweit erholt. Wir hatten 2008 eine Krise, die viel Schaden angerichtet hat, und ich denke, dass eine gewisse Stabilität und Vorhersehbarkeit auf internationaler Ebene sehr wichtig wäre.»

Xavier Bettel weist jedoch darauf hin, dass Luxemburg keineswegs gegen die von der Europäischen Kommission empfohlenen Vergeltungsmaßnahmen sei. «Im Moment haben wir keine Wahl», sagt er. «Wir müssen reagieren. Es ist wichtig, angemessen zu reagieren. Aber ich möchte nicht, dass wir in eine Situation geraten, in der wir Sanktionen verhängen müssen. Ich wünsche mir eher Deeskalation als Konfrontation», so der Ministerpräsident weiter.

(L'essentiel/afp)

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