Ab ins Weltall – Bettel erklärt Luxemburgs Weltraum-Pläne

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Ab ins WeltallBettel erklärt Luxemburgs Weltraum-Pläne

LUXEMBURG – Premierminister Xavier Bettel will heute zu den Plänen des Großherzogtums in Sachen Weltraum-Bergbau Stellung nehmen.

Verlockendes Reiseziel: Auf Asteroiden sollen große Mengen seltener Bodenschätze schlummern.

Verlockendes Reiseziel: Auf Asteroiden sollen große Mengen seltener Bodenschätze schlummern.

DPA

Über Fortschritte auf dem Weg zum Weltraum-Bergbau auf Asteroiden berichtet der luxemburgische Regierungschef Xavier Bettel am Freitag um 17 Uhr. Das Großherzogtum will zum europäischen Zentrum einer möglichen wirtschaftlichen Nutzung von erdnahen Himmelskörpern werden. Unter anderem ist der Abbau seltener Mineralien geplant. Die Regierung hat dazu die Initiative «Spaceresources.lu» gegründet und als Partner das kalifornische US-Unternehmen Deep Space Industries (DSI) gewonnen. Dieses hat mittlerweile eine Niederlassung in Luxemburg eröffnet.

Die Forschung für den Weltraum-Bergbau, von der die Regierung einen «beispiellosen Zugang zu Bodenschätzen» erwartet, soll auch mit staatlichen Mitteln gefördert werden. Innerhalb von fünf Jahren will DSI eine erste Forschungssonde ins All schicken. Luxemburg dringt darauf, mit einem internationalen Vertrag rechtliche Klarheit über den Besitz von Mineralien auf erdnahen Objekten zu schaffen.

(L'essentiel/dpa)

Warum traut sich Luxemburg das zu?

Die Luxemburger setzen auf Forschung, um nicht nur auf den Finanzsektor angewiesen zu sein. Und sie haben Weltraum-Erfahrung: Der Staat beherbergt den weltweit führenden Satellitenbetreiber SES, der in Europa wegen seiner Astra-Satelliten bekannt ist. SES wurde 1985 gegründet, als viele Leute den Fernsehempfang via Satellit noch für Spinnerei hielten. Ebenso wie damals hofft man darauf, nun wieder einen Zukunftsmarkt besetzen zu können. Luxemburg will sich vor allem in der Forschung finanziell engagieren. Das Budget wird im Dezember 2016 festgelegt. (dpa)

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