Zurückgerudert – Bettel erspart Juncker Homo-Statement

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ZurückgerudertBettel erspart Juncker Homo-Statement

LUXEMBURG - Xavier Bettel erspart Premierminister Jean-Claude Juncker nun doch eine öffentliche Aussage zur Homosexualität.

Xavier Bettel erklärt, warum er seine parlamentarische Anfrage zurückgezogen hat.

Xavier Bettel erklärt, warum er seine parlamentarische Anfrage zurückgezogen hat.

Screenshot Facebook

Premierminister Jean Claude Juncker (CSV) muss sich nun vor der Wahl doch nicht öffentlich zur Homosexualität äußern. Er hat offenbar in einem privaten Telefongespräch Luxemburgs Bürgermeister Xavier Bettel dazu gebracht, eine parlamentarische Anfrage mit der entsprechenden Aufforderung zurückzuziehen.

Hintergrund ist eine Aussage, die Juncker in einem unveröffentlichten Gespräch mit zwei Mitarbeitern der Boulevardzeitung «Privat» gemacht haben soll. Demnach soll Juncker behauptet haben, «homosexuell oder anders» zu sein sei heutzutage «sexy». Der DP-Abgeordnete Xavier Bettel, der nie einen Hehl aus seiner Homosexualität gemacht hatte, wollte es genau wissen und stellte eine parlamentarische Frage. Darin forderte er den Premierminister auf, sich zur Homosexualität zu äußern und seine Aussage zu wiederholen. Regierungsmitglieder sind gehalten, auf solche Anfragen zu antworten.

Nun hat Xavier Bettel am Donnerstag seine Frage nach eigenen Aussagen zurückgezogen. Über soziale Medien erklärte Bettel am Donnerstagabend, dass der Premierminister ihm in einem Telefonat «versichert hat, dass er nie eine solche Aussage gemacht hat». Weiter schreibt Bettel: «Um den Wahlkampf nicht durch eine Polemik zu belasten, habe ich dem Parlamentspräsidenten mitgeteilt, dass meine Anfrage durch eine mündliche Erklärung vom Premierminister bereits beantwortet wurde und der Fall damit abgeschlossen ist.»

Bettel erklärt sich bei Twitter:

(L'essentiel Online)

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