Reporter hingerichtet – Bettel «zutiefst schockiert» über Enthauptung

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Reporter hingerichtetBettel «zutiefst schockiert» über Enthauptung

Ein US-Journalist soll von der Terrorgruppe IS vor laufender Kamera getötet worden sein. Europäische Regierungschefs zeigen sich entsetzt.

Fotoreporter James Foley soll von IS-Terroristen hingerichtet worden sein.

Fotoreporter James Foley soll von IS-Terroristen hingerichtet worden sein.

AP

Die mutmaßliche Enthauptung des seit 2012 verschollenen US-Fotografen James Foley durch die Terrormiliz Islamischer Staat hat auch den luxemburgischen Regierungschef Xavier Bettel tief erschüttert. Auf Twitter schreibt der DP-Politiker am Mittwochnachmittag:

Auch andere europäische Regierungschefs wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigten sich tief bestürzt über das Schicksal des US-Journalisten. Ein Sprecher der Regierung in Berlin sprach von einem «abscheulichen» Vorfall. US-Präsident Barack Obama will sich noch am Mittwoch zu dem Vorfall äußern.

Die IS-Terroristen hatten zu Propaganda-Zwecken ein Video der grausamen Tat als Warnung an Amerika veröffentlicht. Die bisher unverifizierten Aufnahmen sollen die Tötung des Fotografen James Foley zeigen und sind als Vergeltungsmaßnahme für die Militäroffensive gegen IS gedacht. Der Fotoreporter war nach Angaben seiner Unterstützer seit 2012 vermisst. Er hatte sich zuletzt in Syrien aufgehalten.

Die Familie des Journalisten hat dessen Tod unterdessen bestätigt. Foleys Mutter Diane verabschiedete sich auf Facebook von ihrem Sohn:

«Eine Nachricht von Jims Mutter, Diane Foley:

Wir sind niemals stolzer auf unseren Sohn Jim gewesen. Er hat sein Leben dafür gegeben, der Welt das Leid der Menschen in Syrien zu zeigen.

Wir flehen die Kidnapper an, das Leben der restlichen Geiseln zu verschonen. Wie Jim sind auch sie Unschuldige. Sie haben keine Kontrolle über die Politik der US-Regierung im Irak, in Syrien oder irgendwo sonst in der Welt.

Wir danken Jim für all die Freude, die er uns bereitet hat. Er war ein außergewöhnlicher Sohn, Bruder, Journalist und Mensch. Bitte respektieren Sie in den kommenden Tagen unsere Privatsphäre, in denen wir Jim betrauern und sein Andenken ehren.»

(L'essentiel/dpa)

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