Kenia – Bewaffnete attackieren Uni – 2 Tote, 29 Verletzte

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KeniaBewaffnete attackieren Uni – 2 Tote, 29 Verletzte

In einem Studentenwohnheim in Kenia haben Bewaffnete um sich geschossen. Dutzende Personen wurden verletzt – vier Opfer schweben in Lebensgefahr.

Polizisten außerhalb der Garissa-Universität.

Polizisten außerhalb der Garissa-Universität.

Keystone

Bei einem Angriff auf eine Universität im Osten Kenias haben Attentäter am Donnerstag mindestens zwei Menschen getötet und 29 weitere verletzt. Die Polizei teilte mit, die Angreifer hätten in Studentenwohnheimen der Garissa-Universität um sich geschossen. Als Täter wurden Extremisten der somalischen Islamistenmiliz Al-Shabaab vermutet.

Die Gewalttäter hatten nach offiziellen Angaben zunächst das Feuer auf Wachen eröffnet und sich ein heftiges Feuergefecht mit Polizisten geliefert, die die Wohnheime schützen sollten. Studenten flohen in Panik, einige junge Männer ohne Hemd. Ankommende Polizisten gingen zunächst in Deckung. Gemeinsam mit Soldaten umstellten sie die angegriffenen Gebäude auf dem Campus. Sie seien dabei, die Angreifer aus den Wohnheimen zu vertreiben, erklärte die Polizei.

Vier Personen in Lebensgefahr

Von den 29 Verletzten hätten die meisten Schusswunden, ergänzte der kenianische Katastrophenschutz. Vier von ihnen schwebten in Lebensgefahr.

Der Norden und der Osten Kenias grenzen an Somalia und waren bereits häufiger Ziele von Angriffen der radikalislamischen Al-Shabaab-Miliz. Diese ist eigentlich in Somalia aktiv, bekämpft aber auch Kenia, weil es 2011 Truppen zum Kampf gegen die Extremisten ins Nachbarland geschickt hat.

312 Todesopfer in Kenia

Im März hatte sich Al-Shabaab zu Anschlägen im Bezirk Mandera an der Grenze zu Somalia mit zwölf Toten bekannt. Vier der Opfer starben bei einer Attacke auf die Wagenkolonne des Gouverneurs von Mandera, Ali Roba. Insgesamt hat Al-Shabaab nach offiziellen Angaben von 2012 bis 2014 in Kenia 312 Menschen umgebracht, darunter 38 in Garissa.

(L'essentiel/sda)

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