Esch/Alzette – Bewohner nach «Explosionen» besorgt
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Esch/AlzetteBewohner nach «Explosionen» besorgt

ESCH/ALZETTE - Am Freitagmorgen gab es mehrere Explosionen zu hören. Ängstliche Bürger waren die Folge. Dabei wurde nur der «Bärbelendag» gefeiert.

Bei der Sankt-Barbara-Feier wird traditionell geschossen. Daran erinnert sich dieses Jahr nicht jeder.

Bei der Sankt-Barbara-Feier wird traditionell geschossen. Daran erinnert sich dieses Jahr nicht jeder.

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«Können sie mir erklären, was heute morgen in Esch los war? Ich habe mindestens vier Explosionen gehört». Das schrieb ein besorgter L'essentiel-Leser am Freitag an unsere Redaktion. Auch bei der Polizei meldete ein Bürger gegen 11.45 Uhr mehrere Detonationen in Esch/Alzette. Eine Mutter berichtete, dass ihr Sohn in der Schule sogar unter dem Tisch verstecken musste.

Die Lösung war schnell gefunden. Im Süden wurde wie jedes Jahr am 4. Dezember der «Bärbelendag» gefeiert. Dieser alte Brauch geht auf die Bergarbeiter in der Region zurück. Für die Kumpel war die heilige Barbara der Schutzpatron. Ihr zu Ehren gab es einen Umzug durch die Gemeinden. Begleitetet wurden diese von Böllerschüssen. Und so ist es auch noch heute.

Angesichts der Anschläge in Paris waren die Bürger dieses Jahr wohl etwas sensibler und vergesslicher als sonst.

(Nico Chauty/L'essentiel)

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